Tønder, Sand und Abenteuer

Da sich das angekündigte Schönwetter um einen Tag verzögert hat, verschoben wir die geplante Schifffahrt und statteten stattdessen dänen einen Besuch ab, die unser nördliches Nachbarland bewohnen. Dort warteten Tønder, Sand und ein alpines Abenteuer auf uns.Und natürlich auch ein paar dänische Geocaches…

Grænseland-Cache

Grenznäher geht kaum: Rot – Cacheposition, Gelb – Grenzlinie

Der erste Cache wollte bereits kurz hinter der Grenze gefunden werden. »Kurz hinter der Grenze« ist hier wörtlich zu verstehen, noch grenznäher geht es kaum. Es »fühlt« sich merkwürdig an: Hier kann man unbehelligt mit seltsamen Geräten herumspazieren, am Boden herumwühlen und Plastikboxen an Fahnenmasten öffnen, in denen die Dänen ihre Ersatzflagge aufbewahren, um sich bei einem merkwürdigen Spiel einen Statistikpunkt zu ergattern.  Zu anderen Zeiten oder andernorts wäre würde die Geocacher-Karriere durch solches Verhalten sehr abrupt enden — durch jahrelangen Gefängnisaufenthalt oder staatlich durchgeführtes Frühableben…

Tønder

Zum Glück waren wir zu dieser Zeit an dieser Grenze, sodass wir wohlbehalten nach Tønder fahren konnten, wo Luis seine Ankunft auf dänischem Boden feierlich begoss.

Mit dem »empty dog« machten wir eine erste Pause an einem »Hot dog«-Stand, um der Globalisierung Tribut zu zollen: Zwei Deutsche, die mit einem französischen Fahrzeug nach Dänemark gereist sind, um dort einen US-amerikanischen Snack mit österreichischen und italienischen Euros zu bezahlen und einen spanischen Migranten vom Mundraub abzuhalten.

Auch sonst ist Tønder sehr international orientiert, nett, schnuckelig und einen Halt wert. Einen Halt wert war für Luis ein großer Brunnen, wo er sich zur Belustigung der lokalen Bevölkerung wieder auffüllen wollte. Letztendlich hat er Tønder mit dem gleichen Flüssigkeitspegel verlassen, wie er es erreicht hat.

Rømø Sændstrænd

Nächster Halt: Der Sandstrand zu Rømø. Dort ist es wichtig, rechtzeitig zu halten — denn nichts hält einen davon ab, bis in die Nordsee zu fahren. Daher durfte erst der Rønohkanguhbiebopp im Sand herumtollen…

… anschließend der Autor mit Luis.

Luis wagte sich sogar in die etwas frische Nordsee. Dieser Spaß war allerdings nur von kurzer Dauer, denn nach den ersten zaghaften Wellen war die Nordsee selbst für Luis zu frisch — und zu seiner Überraschung als Durstlöscher denkbar ungeeignet.

Høst-Bjerg Rømø


Basislager und Anmarsch zur Nordflanke

Zum Abschluss wartete noch ein alpinistisches Abenteuer: Die Erstbesteigung des höchsten Berges auf Rømø (wo zufällig ein gleichnamiger Cache wartete).

Mit einem speziell ausgerüsteten Expeditionsfahrzeug erreichte die Mannschaft das Basislager, wo der Autor — aufgrund des ungewissen Risikos — den Rest des Teamszurückließ und sich allein auf den Weg machte.  Nach mehrmünitigem Anmarsch erreichte er den Fuß des Bergmassivs, majestätisch erhob sich der Koloss aus der Hochebene. Nach respektvoller Pause entschied sich der Autor für den Aufstieg über die gefürchtete Nordflanke.

Majestätisch erhebt sich das Bergmassiv über die Hochfläche

Der schwierige Untergrund machte dem Bergsteiger schwer zu schaffen, Zweifel kamen auf: War es richtig, entgegen aller alpinen Vernunft den Alleingang zu wagen? War es vernünftig, auf Sauerstoffflaschen zu verzichten? Wäre ein Rettungsteam im Notfall in der Lage, diese Höhe mit einem Hubschrauber zu erreichen? Nein, nein, nein — deshalb gab es kein Zurück.

Nach zähem Kampf  gegen die Elemente bezwang der Autor schließlich den Gipfel. 19 Meter über dem Meeresspiegel bot sich ein grandioser Ausblick auf die umliegende Bergwelt.

Die Einsamkeit des Gipfelpanoramas entschädigt für die Mühen des Aufstiegs

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