Via Jacobi 2019 II-1: Fribourg — Pont Ste-Apolline

Heute sollte ursprünglich nur Anreisetag sein, doch wegen der Unterkunft am nächsten Tag wollte ich ein Teil der morgigen Etappe vorziehen. Der „kurze Gassigang“ wurde zu einer unerwartet langen und schönen Wanderung, ein vielversprechender Start in die Via-Jacobi-Woche.

Anreise

Die Anreise verlief ungewöhnlich reibungslos: Der DB-Zug wurde zwar mit leichter Verspätung angekündigt, war aber pünktlich (kennt man sonst eher umgekehrt…).

Problemloser Umstieg in Singen und auch in Zürich: Den Zug nach Bern/Fribourg kenne ich mittlerweile sehr gut, da war auch der Bahnsteig im „Keller“ des Bahnhofs schnell gefunden.

Zwei Minuten vor zwölf stieg ich in Fribourg/Freiburg aus und wurde vom Glockenklang der Kathedrale begrüßt. Ein schöner Empfang!

Noch besserer Empfang im Hotel: Das Zimmer war (kurz nach zwölf) schon bereit. Also schnell Ballast abwerfen, Kleidungsschichten reduzieren und auf zur ersten Etappe!

Aber bitte mit Saane

Das heutige Ziel war klar (Pont Ste-Apolline), der Weg aber noch nicht: Via Jacobi oder an der Saane entlang?

Die Antwort fand ich im Wanderführer „Schweizer Jacobswege“ des Bergverlags Rother. Dort heißt es lapidar zur Via Jacobi:

Zunächst verläuft der Weg durch Stadtgebiete…

Und an anderer Stelle ist diplomatisch die Rede von einem „kurzen, angenehmen Fußweg zum nächsten Wohngebiet“. Äh, nö, dann also doch kein Jakobsweg, sondern auf zur Saane.

Brückentag in Fribourg

Über die Zähringerbrücke ging es hoch über den Fluss, hinüber auf die deutsche Seite des Röstigrabens. Dann stiegen wir dieselben Stufen hinab, die wir bereits im April betreten hatten. Wie anders fühlte es sich an: Damals geschafft und leicht genervt von den falschen Entfernungsangaben — heute frisch und munter und angesteckt vom entspannten Savoir vivre am Sonntagnachmittag.

Wieder durch den Tour de les chats und die holzbedachte Bernbrücke. Doch heute gleich wieder über die Mittlere Brücke. Ja, es war ein wenig urban — aber auch pittoresk. Durch das letzte Tor der Stadt ging es ins Grüne, vorbei an einer „abgeschiedenen“ Abtei zur Staumauer Magere Au. Auf ihr wechselten wir zum letzten Mal das Ufer und sind nun endgültig in der französischen Schweiz angekommen.

„Fribourg en diagonale“ en vert

Oberhalb der Staumauer trafen wir auf den Fernwanderweg Fribourg en diagonale, der in 68 Kilometer quer durch den Kanton führt.

Wir folgten ihm eine gute Stunde – – erst durch Straßenzüge der Uni Fribourg, bald aber sehr grün und naturnah. Kaum zu glauben, dass wir uns fast noch in der Stadt befanden.

An der Pont de la Glane bogen wir an dieselbe ab, nach dem tiefen Tal der Saane nun ein kleine plätscherndes Bächlein. Dieses überquert auch unser Tagesziel Pont Ste-Apolline.

Natürlich gingen auch wir über die Brücke. Ich, um die gleichnamige Kapelle zu bestaunen und Luis, um sich die heißgelaufenen Pfoten zu kühlen.

Weiter ging es heute aber nicht, sondern zurück über die Brücke und zum Bahnhof Vilars-sur-Glarne. Im angenehm kühlen Zug erreichten wir dann (heute zum zweiten Mal) Fribourg.

Tagesbilanz

8.7 Kilometer, 220 Höhenmeter

Ausblick auf morgen

Mit dem Bus wieder zur Pont de la Glane, dann zur Abbeye Hautrive und nach Rossens, wo wir dem Lac de la Gruyeres zur nächsten Unterkunft folgen.

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