Can*NO*bio 2020

Eigentlich … ist es keine Überraschung, dass derzeit viele Erzählungen mit „eigentlich“ anfangen. So auch diese, denn eigentlich wären wir jetzt traditonell in Cannobio am Lago Maggiore. Uneigentlich sind wir es jetzt nicht, denn nach wie vor dürfen wir weder nach Italien ein- noch durch die Schweiz durchreisen. Aber „aufgehoben ist nicht aufgeschoben“ und „wir machen das Beste daraus“ — noch zwei Formulierungen, die derzeit inflationär die Ohren fluten.

Aktuelle Lage in Cannobio

Die Region, in der Cannobio liegt, gehörte Anfang März zu denjenigen, die als erste von massiven Beschränkungen betroffen war — einschließlich einem echten „Lockdown“ aka Ausgangssperre: Außer Haus nur aus triftigem Grund und mit Passierschein, allenfalls kurze Solo-Spaziergänge rund ums Haus waren erlaubt. Da sind wir mit unseren deutschen „Shutdown“ (bis jetzt) noch sehr glimpflich weggekommen.

Wie wir von einer Quelle vor Ort wissen, ist Cannobio vom Virus selbst (fast) verschont geblieben und die Ausgangssperre wurde — nach fast zwei Monaten! — wieder gelockert. Wir sind erleichtert, dass unsere Vor-Ort-Quellen wohlauf sind und wieder einen Schritt Richtung Normalität gehen können.
[Schade, dass unsere aluhuttragenden Corona-Ignoranten den Unterschied zwischen „Shutdown“ und „Lockdown“ erst verstehen werden, wenn die Folgen ihrer Ignoranz einen Lockdown erfordern. Noch schader, dass davon auch der denkende Teil der Bevölkerung betroffen sein wird.]

Einmal Storno bitte

Ein Schritt Richtung Normalität ist noch keine Normalität: Die Einreise nach Italien ist bis mindestens Anfang Juni verboten — und wir kämen nicht mal bis zur italienischen Grenze, weil auch die Schweiz noch keine touristischen Eindringlinge zulässt.

CanNObio2020

So mussten wir schweren Herzens auch diesen Urlaub stornieren, statt Cannobio 2020 heißt es jetzt „CanNObio 2020“. Damit hat Corona schon den zweiten traditionellen Urlaub zerlegt — bereits im März wurde die lange geplante Wanderwoche auf der Via Jacobi zur Via NOcobiVia Jacobi 2020: Die Verschiebung (mit Hund)).

Es ist soooo schade, dass wir jetzt nicht im Garten „unseres“ Ferienhauses sitzen, uns über das Getöse der Kirchenglocken freuen, durch die alten Gassen schlendern, zu S. Anna spazieren, am Lago-Ufer sitzen, über den See schippern und die italienische Küche genießen können.

Aber, wie bei der Via-Jacobi-Verschiebung und frei nach L@L&R:

Ja, wir haben einige Euros in den Sand gesetzt.

Aber: Wieviele Menschen wären glücklich, wenn ihre derzeit größtes Probleme ein verschobener Lago-Urlaub und ein paar verschwundene Euros wären?

Daher: Schade, aber nicht schlimm.

Doppelter Ersatz

Um den Urlaubsausfall noch weniger schlimm zu machen, haben wir zeitglich mit der Stornierung eine Lago-Woche für 2021 gebucht — als Ersatz und Hoffnungsschimmer für uns und unsere Gastgeber. Das wird uns aber nicht daran hindern, auch noch 2020 einen freien Slot für einen Abstecher nach Cannobio zu suchen ;-).

Zweite Ersatzmaßnahme: 5 Tage frei waren schon lange genehmigt und werden deshalb auch genommen — man möchte die Kollegen nicht durch unerwartetes Auftauchen im Home Office / am Arbeitsplatz verwirren und die Vorgesetzten nicht mit komplizierten Anträgen auf Rücknahme genehmigter Urlaubsanträge belästigen.

In dieser Woche werden versuchen, das Beste aus dem „Urlaub zuhause“ zu machen und etwas Italien und Entspannung zu simulieren. Auch wenn das nicht einfach wird. Außer für Luis.

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