GC1ZDRP »Hunde-Runde«

Meinen bereits andernorts erwähnten designierten Debütroman „Im Straßenverkehr tödlich verunglückter Lurch“ könnte ich durch ein mehrstufiges Selbstplagiat auffüllen, indem ich diesen Blogartikel kopiere, dessen Inhalt ich von einer anderen Quelle kopiert habe. Immerhin habe sowohl das Schreiben des Originals als auch das Kopieren selbst erledigt.

Zwei denkwürdige Cache-Ereignisse standen auf der Agenda: Der 200. […]cache und der erste Luismulticache*. Für diese Kombination kam natürlich nur die „Hunde-Runde“ in Frage 😉

Diese erwies sich als sehr angenehmer Rundweg, der für Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen attraktiv und abwechslungsreich ist. Alle Stages** waren schnell und gut zu finden.

Stage 6 war – wie im Listing*** beschrieben – nicht ganz so bequem zu erreichen wie die anderen. Der Vierbeincacher steigerte die Difficulty-/Terrainwertung**** zusätzlich, indem er den Einsatz optischer Hilfsmittel***** zur Ermittlung der Finalkoordinaten****** durch Unruhe zu boykottieren versuchte. Die dennoch ermittelten Koordinaten sorgten zunächst für Verwunderung, weil sie so gar nicht zum bisher wohlgestalteten Verlauf der Runde gepasst hätten. Die Ursache war schnell gefunden******* (und wirft die neue Frage auf: Absicht oder Versehen?)********.

Der Weg zum Final war dann schnell absolviert und die spektakuläre Dose********* mit (mehr oder weniger) vereinten Kräften gefunden, geborgen und geloggt**********.

Zwei begeisterte Cacher mit insgesamt sechs Beinen machen sich dann auf den kurzen Rückweg zum Cachemobil – und waren sich einig, dass dieser Cache dem Anlass angemessen war.

Zur Orientierung für Nicht-Cachende Mitleser:

* Multi-Cache: Ein Geocache über mehrere Stationen, an denen meist Rätsel gelöst und oder Zahlen abgelesen werden müssen, um die Koordinaten der nächsten Station zu ermitteln.

** Stage: Station eines Multi-Cache (siehe oben)

*** Listing: Beschreibung des Caches (mal mehr, mal weniger hilfreich). Im konkreten Fall war die (hilfreiche) Beschreibung „Aber Achtung, Stage 6 ist nicht so einfach zu erreichen“

**** Difficulty-/Terrainwertung: Bewertung von Schwierigkeit (z.B. eines Rätsels oder des „Bergens“) und Geländeherausforderung. Die Skala reicht von 1 bis 5, wobei 5 die höchste Schwierigkeit ist. „Difficulty-/Terrainwertung steigern“ wird daher meist scherzhaft verwendet um zu beschreiben, dass etwas (oder der Cacher selbst) die Aufgabe unnötig erschwert hat.

***** Im konkreten Fall hätte der Autor mehrere Meter durch einen Fluss waten müssen, um eine Detailinformation an einer bestimmten Stelle abzulesen. Um das zu vermeiden, versuchte der Autor mittels Digitalkamera eine ca. 8 Meter entfernte Aufschrift in einer dunklen Röhre zu erfassen, während ein ca. 1 Meter entfernter Luis ungeduldig an der Leine hin- und her spazierte. Da kommt selbst die beste Digitaltechnik an ihre Grenzen.

****** Final: Letzte Station und Ziel eines Caches. Dort befindet sich in der Regel ein mehr oder weniger üppiger Behälter, der (immer) ein Logbuch und (häufig) Tauschgegenstände enthält.

******* wird aber auch hier nicht verraten

********Jeder Cacher entscheidet selbst, ob Missverständnisse/Fehler/Orientierungslosigkeit auf Dummheit, Selbstüberschätzung oder Bosheit des Cache-Versteckers zurückgehen.  Am Cache-Suchenden liegt es grundsätzlich nicht. Im vorliegenden Fall waren zwei Zeichenfolgen „anders als sonst“, was eigentlich offensichtlich gewesen wäre, wenn man die ganze Zeichenfolgen intellektuell verarbeitet hätte.

********* spektakulär groß, stabil und „Luis-proof“…

********** loggen: Eintrag ins Logbuch (das sich am Final (s.o.) befindet. Erst dieser Eintrag gilt laut Spielregeln als Fund des Caches und berechtigt, sich beim entsprechenden Online-Portal als Finder einzutragen.

Spaß mit Luis? Viel, Mann…

Unlängst auf der Feierabendgassirunde durch die örtliche Einkaufshalbmeile: Luis entdeckt seine weibliche Seite und zeigt gesteigertes Interesse an sämtlichen Shopping-Angeboten.

Geöffnete Tür: Luis will hinein.

Automatisch öffnende Tür: Luis läuft entlang, Tür öffnet sich, Luis wundert sich, Luis will hinein.

(Nicht geöffnete) Ganzglastür: Luis schaut hindurch, Luis will hinein und – *doing* – Luis marschiert Kopf voraus gegen die Tür, Luis ist sehr verwundert und irritiert. Das Ganze war für Luis völlig harmlos und daher für den Beobachter auch ohne die folgende Information schon recht amüsant.

Die noch amüsanter machende Information ist, dass Luis ausgerechnet gegen die Tür eines Brillenfachgeschäfts* gedongelt ist. Hinter der Glastür standen fiel Männer** (genaugenommen zwei), die ihr Gespräch aufgrund eines plötzlichen Heiterkeitsanfalls unterbrechen mussten. Auf Nachfrage bestätigten sie amüsiert, dass sie derzeit noch keine Hundesehhilfen im Programm hätten, obgleich dafür offenkundig Bedarf bestehe.

* Bei gefühlten 4 Optikern auf 100 Metern zwar nicht unwahrscheinlich, aber trotzdem amüsanter Zufall.

** Liebe Kinder, bitte nicht nachmachen (die Schreibweise). Ich darf das und das ghört so – aber nur hier und nicht im Diktat.

Extremmittagspausing & Grimmig-Guck-Contest

Statt Meeting wieder eine donnerstägliche Extremmittagspause und der erste Tag des Jahres, der erahnen lässt, dass der Winter nicht ewig dauern kann. Eine riesengroße Streuobstwiese bot ausführlich SpielSpaßSpannung, Liegefläche für den sonnenbeschienenen Hundehalter und Gelegenheit, fotografische Porträtstudien anzufertigen.

Der faul im Gras liegende und seltsame Kommandos absorbierende Fotograf wurde von Luis mit wachsender Langeweile und zunehmendem Unmut betrachtet.

Gut, dass Luis professionell genug ist, sich seinen Unmut beim Fotoshooting nicht anmerken zu lassen.

Humaner Veterinär

Luis‘ erster routinemäßige Arztbesuch stand gestern auf der Agenda.

  1. Eine freundliche Ärztin, die sich Zeit nimmt
  2. Pünktlich eingehaltener Termin
  3. Jede Menge Leckerchen, während eine unspektakuläre Impfung verabreicht wird
  4. Die Maßgabe, ruhig noch etwas an Körpergewicht zulegen zu dürfen
  5. Alles in Ordnung
  6. Privatpatient, ohne dass der „Patient“ selbst zahlen muss

Was klingt wie aus einer unseriösen Werbebroschüre einer privaten Kranken(zusatz)versicherung, war für Luis Realität.

Dem staunenden Humanmedizinerkunden bleibt nur, über einen Arztwechsel vom Human- zum Canidenmediziner nachzudenken. Besonders Punkt 4 wäre ein mir sehr sympatischer Therapievorschlag…

Schulzeit

Aus eigener Erkenntnis und Anraten diversen Quellen hielten wir es für angemessen, mit Luis eine Hundeschule zu besuchen. Sich witzig findende Zeitgenossen finden es lustig darauf hinzuweisen, dass dort nicht der Hund, sondern der Hundehalter geschult wird. Ja und? Ist doch klar. Bei einer Software-Schulung wird ja auch nicht die Software, sondern deren Anwender geschult. Auch bei einer Baumschule erwartet niemand, die Bäume würden pädagogisch betreut. Wäre auch ziemlich schwierig – ist es für ein ungezogenes Bäumchen etwa eine Strafe, drei Jahre ruhig in der Ecke stehen zu müssen?*

Nun also: Hundeschule. Aus organisatorischen Gründen fand sich Luis – nicht ganz altersgerecht – in der Welpengruppe einsortiert. Er hatte einen Riesenspaß – und wir stellten uns die Frage, ob in seinem bunt gemischten Stammbaum eventuell auch ein Känguruh Kenguru Känngurru australisches Beuteltier oder Speedy Gonzalez vertreten ist.

Auch die Hundebesitzer hatten ihren Spaß: Durch lautes Rufen und Winken mit Leckerchen konnte jeder einen Hund zu sich locken. Meist zwar nicht der eigene, aber es hätte zumindest jeder irgendeinen Vierbeiner mit nach Hause nehmen können ;-).

Am Ende fand doch wieder jeder Vier- seine Zweibeiner (und/oder umgekehrt), Luis den selbständigen Weg ins Luismobil und der anstrengende Tag ein müdes Ende. Denn nicht für die Schule, sondern für’s Leben lernen wir…

* Ein Bodenseeanrainer möge mir verzeihen, dass ich meinen an ihn ge-e-mailten Gedankengang hier der Zweitverwertung und Öffentlichkeit zugänglich mache. Zu meiner Verteidigung führe ich an, dass ich mich lediglich des Autoplagiats schuldig mache. Sollte ich einen Debütroman des Titels  „Im Straßenverkehr tödlich verunglückter Lurch“ unter dem Pseudonym Hubert Hundemann veröffentlichen und dabei wesentliche Teile unverändert aus diesem Blog und/oder der genannten E-Mail verwenden, versichere ich hiermit, mich als Quelle zu nennen und die Genehmigung zur Verwendung – zumindest nachträglich – von mir zu erlangen.

Zweitbett, Kofferraumentern und Baumarkt

Der Trend geht zum Zweitbett – und Luis nebst Anhang genau deshalb in ein einschlägiges Hundezubehöreinzelhandelsfachgeschäft. Nach ausgiebiger Beratung und Probesitzen wurde es Teilen der Einkaufsschar etwas langweilig. Da war es willkommende Abwechslung, sich mit einem zunächst freundlichen, dann verwunderten Artgenossen akustisch anzulegen. Mein Versuch, die Situation durch eine Positionsänderung zu beruhigen (im wahrsten Sinn des Wortes), war gut. Bzw. wäre gut gewesen, wenn die Positionsänderung nicht exakt in die Regalreihe mit dem Hundefutterkomponentenselbstmischbüffet geführt hatte.

Anschließend folgte „der Form halber“ mal wieder ein Versuch, Luis davon zu überzeugen, selbständig das Heck des Luismobil zu erklimmen. Luis: Desinteressiert. Anderer Hund: Bellend. Luis: Abgelenkt. Ich: „So wird das eh nix“. Luis: Hüpft hinein.

Zum Abschluss führte der Weg ins Männerparadies (vulgo: Baumarkt), um den designierten Aufenthaltsraum zu luisifizieren. Der zunächst freundliche, dann verwunderte Mitarbeiter stand mit Rat und Tat zur Seite, um unser „Projekt“ verwirklichen zu können. Die abendliche Bastelarbeit musste zwar aufgrund einer Inkompatibilität von Schrauben und Schraubwerkzeug unterbrochen werden, fand aber am Folgetag ein erfolgreiches Ende.

Wenn wir mal länger als 20 Sekunden kein Auge auf Luis werden können, kann er jetzt beliebig lang in „seinem“ Zimmer spielen und sich beschäftigen. Sagen wir: er könnte, wenn er würde…

Winter über Tieringen

Die erste Luis-Woche ist vorüber, die ersten „Routinen“ entstehen: Die morgendliche Samstaggassirunde führte auch diesmal wieder über den Wochenmarkt und zum einzigen lokalen Bäcker, der noch selbst, richtig und gut bäckt. Nach dem „üblichen“ kurzen Stopp beim Nudelmacherinnenverkaufswagen hatte uns dann der Käsewagen wieder. Wir (und vermutlich auch Luis) hatten den Eindruck, dass dieser zweite Wochenmarktbesuch schon deutlich normaler und unspektakulärer war als der erste. Wenn sich das so weiter entwickelt, kann Luis bald alleine einkaufen gehen 😉

Bislang noch nicht Routine war die nachmittägliche Gassirunde, zu der wir erstmals gefahren sind. Der Weg war nicht weit (es ging eher ums Prinzip als um die Entfernung) und führte uns auf die Albhochfläche bei Tieringen. Die Landschaft dort oben ist zu jeder Jahreszeit ein Genuss – und bietet gerade jetzt besonders schöne Bilder.

Dort nahmen die Zweibeiner mit einem bequemen, geräumten Weg Vorlieb,  während Luis mit 4-Paw-Drive den üppigen Schnee bevorzugte. Dabei zeigte Luis eine große Neugier für Wintersport (bzw. deren Ausübende), übte sich in der noch nicht olympischen Disziplin des Rückenrodelns, bewarb sich erneut um einen Job als Trüffelsucher und kreierte die neue Ballettfigur „Schneemännchen“.

Die Strecke war messtechnisch kurz, aber kräftezehrend (vor allem für diejenigen, die alles zehnmal durch den Tiefschnee laufen).

Die Abendrunde war qualitativ ähnlich und führten in ein Gartengrundstücksgebiet, in dem der Autor in seiner frühen Kindheit öfters zu Besuch war. X Jahre später, im Dunkeln und mit Hund sieht das doch alles ganz anders aus, sodass Autor, Hund und GPS gefühlte 500 Meter im Tiefschnee grundlos, aber mit viel Spaß zurücklegen durften.

LGTD + 8 = 77 km

Tutti è bello