Gestern lag der Fokus auf Käse und als Beifang gab es Calvados und Cidre. Heute sollte es anders herum sein. So war zumindest der Plan.
Nach Morgengassigang und etwas „Hausarbeit“ galt unser erster Stopp einem Menhir, den Asterixleser eher unter dem Namen Hinkelstein kennen. Auch hier lag ein (sehr schön gemachter!) Geocache herum, der mich eigentlich erst hierher gebracht hat. MPLC!

Nach 15 km Landstraßengeschlängel stand ich dann im Hof von Roger Groult. Die freundliche Chefin hat gut beraten und wollte mich partout zum Probieren überreden. Blöd, wenn man mit dem Auto da ist und Luis sich lieber chauffieren lässt statt selbst zu fahren. Zum Glück hatte ich mich vorab auf der site web schlau gemacht und virtuell „degustiert“.


Auf dem Rückweg wollte ich in Livarot endlich den gleichnamigen Käse direkt beim Produzenten kaufen. Das allerdings scheiterte an einem Luxusproblem des Hundebesitzers: Das Wetter war zu gut. Sonne satt, kein schattiges Parkplätzchen und zuviel Touristen, um die Autofenster offen zu lassen. Dann hält nicht, es wird ja hoffentlich noch schlechter werden…
Ratlos gondelte ich in der Gegend herum, bis ich auf eine Ciderie aufmerksam wurde, an der ich schon mehrfach vorbei gefahren bin. Sehr „authentisch“, einschließlich der rustikalen Bäuerin. Ich konnte mich nicht zwischen den 3 Sorten Cidre entscheiden, deshalb: Alle 3 gekauft, damit ich später nicht von FOMO gepeinigt werde.


Zurück in Livarot stand der Nachbar vor seinem Laden herum. Gerade richtig, um noch einen Deal auszuhandeln: Mein gestern gekaufter 10-Jahres-Calvados wäre dem heute verstandene 8jährigen zu ähnlich. Deshalb bat ich erfolgreich um ein Update auf vingt ans. Vielen Dank für das Entgegenkommen und due nette „Verhandlung“.

Damit hatte ich heute erhebliche Summen in Calvados investiert. Warum auch nicht, wo sonst bekommt man 42% Rendite? Interessiert Luis aber eher weniger, er investiert lieber in Körbchen.

Der Spatnachmittagsspaziergang folgte den Spuren des gestrigen. Nur sonniger, fast sommerlich. Und damit es nicht zu langweilig wurde, klappert ich noch einige Geocaches am Wegesrand ab. Praktisch, wenn man einen Hund dabei hat, der das Herumlungern an Bäumen und Pfosten plausibel erscheinen lässt.

