Bali — Pliezi 1: Balingen — Hechingen-Stein


Der erste Tag unser Bali-Pliezi-Tour sollte sehr heiß und sonnig werden, deshalb: Früh raus aus den Federn (bzw. aus dem Körbchen), rein in Wanderklamotten (bzw. Wanderfell) und los ging’s!

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Wir begannen auf der ganz normalen Gassistrecke am Eyachufer, aber Luis wurde stutzig:

  • Frühstück vor dem Gassigang? Schöne Idee, aber warum??
  • Herrchen und Frauchen, jeweils mit einem Rucksack??? Für eine morgendliche Gassirunde????

Spätestens am Ortsende war auch Luis klar: Der Tag würde einen unerwarteten Verlauf nehmen. Statt zurück zum heimischen Körbchen (und evtl. einem zweiten Frühstück?) ging es in der morgendlichen Kühle immer weiter: Hoch auf „Hangen“, Richtung Engstlatt, vorbei am Seerosengarten nach Bisingen und kurze Rast am Bahnhof. Nicht, weil es ein besonders lauschiges Plätzchen war — sondern die einzige Bank im Schatten, geschützt vor der schon mächtig aufdrehenden Sonne.

 

Den „offiziellen“ Weg durchs Kuhloch nutzten wir für einen kleinen Exkurs auf dem Geschichtslehrpfad zu den Bisinger Überresten des Unternehmens Wüste — da lief es mir nicht wegen des schattigen Waldes kalt den Rücken hinunter…

 

#DomäneFail als Glücksfall

Auf dem weiteren Weg nach und durch Wessingen heizte die Sonne schon sehr ordentlich ein. So kamen wir auf die verwegene Idee, der „Domäne“ und ihrem Biergarten trotz früherer Fehlschläge doch noch mal eine Chance zu geben. Die Domäne hielt, was wir erwartet haben — nämlich nichts. So gaben wir nach längerem Warten auf und zogen durstig weiter.

 

Immerhin war damit endgültig geklärt, ob wir hier irgendwann in unserem Leben nochmal Gast sein würden.

Nein, werden wir nicht.

„Für irgendetwas ist es immer gut“ — das zeigte sich schneller als erwartet: Der sinn- und getränkelose Zwischenstopp an der Domäne hatte genau soviel Zeit gekostet, dass wir genau zur richtigen Zeit an der Hechinger Johanneskirche waren: Die Pforte wurde gerade geöffnet und wir hatten das Glück, eine kleine „Privatführung“ zu bekommen. An dieser Stelle nochmal vielen Dank, die Kirche und ihre Besonderheiten erst richtig sehen und verstehen zu können.

 

Was uns in der Domäne verwehrt blieb, holten wir im Café Klaiber am Obertorplatz nach: Von freundlicher Bedienung servierte kühle Getränke. Die waren in kürzester Zeit „verdunstet“ — und auch wir waren bald wieder weg, um den heißen Endspurt nach Hechingen-Stein hinter uns zu bringen.

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Via St. Luzen und Agip ins Lamm

Nach einem Blick in die Stiftskirche St. Jakob (!) schauten wir — auf mehrfache Empfehlung — auch bei der Klosterkirche St. Luzen vorbei. Dort fiel mir witzigerweise ein Detail auf, das ich von meiner „Via Jacobi mit Hund“ kurz vor Fischingen (CH) kannte: Eine Uhr in der Kirche — vielleicht damit die Gottesdienstbesucher wissen, wie lange sie noch ausharren müssen?

 

Heute harrte aber niemand in, sondern vor der Kirche: Anlässlich  Fronleichnam war dort sehr „geselliges Zusammensein“ — offensichtlich macht eine Prozession sehr durstig. Schnell verließen wir die dicht gedrängte Bierseligkeit und pilgerten stattdessen zur Agip-Tankstelle. Dort konnten wir in Ruhe den letzten „Boxenstopp“ des Tages einlegen: Sehr guter Kaffee, sehr leckere Nussstange und sehr viel Unterhaltung durch die skurrile Kundenschar, die hier nach und nach eintrudelte.

„Powered by Agip“ ging es dann an die letzten Kilometer. Die Mittagssonne stach rücksichtslos vom Himmel, doch ein leichtes Windchen machte es überraschend erträglich. Vorbei am Hechinger Schwimmbad und entlang der Starzel erreichten wir Hechingen-Stein und „unser“ Hotel Lamm.

 

Wir waren früh — viel zu früh — da, konnten unser Zimmer aber trotzdem sofort und problemlos beziehen. Unser ursprünglich geplanter Besuch der Villa Rustica fiel der Hitze zum Opfer und wurde auf den nächsten Morgen verschoben. Dadurch konnten wir in der (relativen) Kühle des Zimmers entspannt abwarten, dass es Zeit für’s Abendessen wurde.

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„Entspannt abwarten“ geht anders…

Das Abendessen war dann auch die angemessene Belohnung für unsere Leistung: Drei köstliche Gänge auf der sommerlauen Terasse — unbedingt zu empfehlen! Auch wenn man sich nicht für eine Tageswanderung belohnen darf ;-).

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Tagesbilanz: 23,2 Kilometer, 316 Höhenmeter

Highlights des Tages:

  1. Burg Hohenzollern aus x verschiedenen Perspektiven
  2. Unerwartete Kirchenführung in Hechingen
  3. Zweitfrühstück powered by Agip
  4. Alblammkeule mit Gartenkräutern, dazu ein sommerlich leichter Vinho Verde

 

 

 

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