3 x Verwandtschaftsbesuche


Das letzte Wochenende der Männer-WG war ein Marathon der Verwandtschaftsbesuche. Von Bier & Chips für alle bis zum Castor-Transport war für Abwechslung zuhauf gesorgt.

Der erste Verwandtschaftsbesuch läutete am Freitag Abend das Wochenende ein, sofern der wohlwollende Leser „Namensvetter“ als Verwandtschaftsgrad durchgehen lässt. Spät — durch Versagen des Autors zu spät — frönten wir einem zünftigen Männerabend, bei dem wir streng auf gesunde Ernährung achteten: Da durften naturnahe Produkte (Tannenzäpfle) und ausgewogene Beilagen (zwei Sorten Chips) nicht fehlen.

Auch Luis konnte (zumindest ganz kurz) an unserer strengen Herrendiät teilhaben: Luis versuchte mal wieder seinen uralten Ich-schlafe-tief-und-fest-Trick (wie z.B. hier) und — was soll man lange darum herumreden — war damit nicht wenig unerfolglos.  (Allen besorgten Hundeschützern sei mitgeteilt, dass die beiden Chipsschalen sowieso so gut wie leer waren und die Bierflasche von vor dem Umfallen überwiegend Luft enthielt.)

Zufälligerweise stand zwei Tage später ein Besuch jener Verwandtschaftsschar an, bei der Luis diesen Trick zum ersten Mal erfolgreich einsetzte. Diesmal stellte er sich nicht schlafend, sondern legte sich schlafend — unter die Bank einer adäquaten Pizzeria in Bad M. Eine Gelegenheit zum erlaubten Essenfassen war dort ausgeschlossen, der Trick war nun doch schon zu alt, um noch einmal darauf hereinzufallen. Während er diese Zeilen tippt, fragt sich der Autor allerdings, wo die Reste der Tonno-Pizza plötzlich geblieben sind, die sein Nebensitzer vergeblich loszuwerden versuchte…

Die dritte Art der Verwandtschaftsbesuche war eher Luis-spezifisch: Der Tierpark in Bad M. bot Gelegenheit, unter anderem seine Vorfahren persönlich kennenzulernen. Am Wolfsgehege war offensichtlich, das Luis von dessen Bewohnern abstammt: Deren hyperaktive Agilität zur Nachmittagszeit findet sich ohne Abstriche auch bei Luis wieder. Davon abgesehen war das gegenseitige Interesse als niedrig zu bezeichnen. Der Verwandtschaftsgrad ist offenbar doch eher sehr weitläufig…

Interessanter fand Luis da schon einen Irgendwashund (dessen genauen Namen ich leider vergessen habe, „hund“ war auf jeden Fall mit drin Marderhund*.  Der Wiedererkennungswert des Namens zählt wohl unter Vierbeinern mehr als genetische Zusammenhänge.

Weiß der Geier, wie ich jetzt noch die Kurve zum Castor-Transport bekommen soll — das ist eine literarische Aufgabe, die sich gewaschen hat… Immerhin ist ein altes Rätsel eines VHS-Französisch-Konversationskurses geklärt: Es gibt nämlich zwei mögliche Interpretationen von Castor-Transporten. Der kleine Tierparkbewohner entschied sich sichtbar für eine der beiden Varianten. Er folgte damit nicht nur dem Motto „BILD Dir Deine Meinung“, sondern entschied sich zusätzlich für eine entsprechende Chefredakteursfrisur.

Ein Gedanke zu „3 x Verwandtschaftsbesuche“

  1. Der Irgendwashund war … der Marderhund auch Enok genannt. Unglaublich was so ein Kurzzeitgedächtnis speichert. Natürlich nur nach vorherigem Gehirndoping mit Tonno-Pizza!!! 😉

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