Stausee- statt Fernseh-Krimi


Spätfolgen des Weihnachtsfestes versprachen einen spannenden Sonntag Abend:  Statt Chips und Tatort im Fernseh gab’s Dinner mit Krimi am Stausee. Ein Abend zum Totlachen (oder tot Lachen?) und Erfüllung eines lang gehegten Wunsches.

Dieser Wunsch wurde Heilig Abend durch einen Gutschein in Vorfreude verwandelt — und endlich war es so weit: Die »Waldschenke« in Schömberg* lud zum Dinner-Krimi bzw. »Lady Daphne Coolridge gibt sich die Ehre, zur feierlichen Verlobung ihrer Tocher Felicity mit Andrew S. Morton auf Coolroy Castle zu laden«.

* wo wir vor gut 10 Monaten ein ebenso spannendes, fast krimi-artiges Lunch hatten.

Die große Gästeschar genoss abwechselnd Dinner und Schauspiel, bis ein plötzlicher Todesfall für großes Rätselraten sorgte. Naja, so ganz überraschend kam der Todesfall bei Krimi-Dinner nicht…

Überraschend war allerdings, wie wenig wir als »Zeugen« vom Verlauf des Abends noch wussten — trotz des Versuchs, auf möglichst viele Details zu achten. Die Menge gab ein ernüchterndes Bild der Ahnungslosigkeit ab und zeigt, womit echte Ermittler im echten Leben zu kämpfen haben.

Zum Glück war’s bei uns statt echtem Leben nur ein (Schau-) Spiel, bei dem jeder auf den/die Mörder(in) und sein/ihr Motiv tippen durfte. Und — in aller Bescheidenheit angemerkt: Zu den ganz wenigen, die richtig getippt haben, war auch ich**. Die mühsam eingeprägten Details waren zwar allesamt völlig irrelevant — doch der wahre Kriminalist hält sich nicht mit Einzelheiten auf, sondern analysiert das Gesamtbild. Daher war völlig klar, dass nur Zensur des Namens*** in Frage kommen kann, weil sonst der ganze Spaß für künftige Besucher verdorben wäre…

** nachdem ich die Tischnachbarn auf falsche Fährten gelockt habe *harharhar*

*** Der Gärtner war’s jedenfalls nicht. Könnte daran liegen, dass keiner mitspielt.

Als Fahndungsprämie wurde unter den richtigen Einsendern eine Flasche Sherry verlost, doch trotz vielversprechender Quote (q = 0.25) ging ich leer aus. Egal — statt mit einem Sherry ging ich lieber mit Chérie nach Hause und beschloss den standesgemäß mit einem guten Scotch.

Und vor dem Verlassen des Lokals geschah noch ein weiteres Verbrechen. Opfer war die Dichtkunst, damit das Dinnerkrimigästebuch nicht ganz unbeschrieben nach Hause musste:

Die Gästeschar quoll,
der Saal war bald voll.
Wer ist der Killer
und was will er?
Das Krimi-Dinner war toll!

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