Traumjob Aktenvernichter


Luis war leider nie Hundespräsident, daher stehen ihm keine 200.000 Ehrenleckerchen pro Jahr zu. [548 Leckerchen je Tag würde selbst Luis nicht schaffen. Schon bei bescheidenen 546 Tagesleckerchen in Schaltjahren gäbe es Probleme.] Um Fahrer und administrative Assistenz für den „Papierkram“ muss er sich zwar keine Gedanken machen [Fahrer und Assistenz hat er ja schon], trotzdem: Luis kann einen sinnvollen Beitrag zum Gemeinwesen und zum Bruttosozialprodukt leisten. [Vielleicht bekommt er genau deshalb keinen Ehrensoldleckerchen, weil er etwas Sinnvolles leisten kann.]

Nach ausgiebigem Bewerbertraining und intensiver Potentialanalyse hat sich Luis für den Beruf des Aktenvernichters entschieden. Eine echte Win-Win-Situation: Er kann sein Talent des Papierzerfetzens einbringen, ich kann eine Lücke in meinem Home-Office-Gerätepark schließen.

Erste Testreihen mit einer datenschutzrechtlich unbedenklichen Zeitung verliefen viel versprechend: Der Stromverbrauch liegt bei Null und ist damit ein Vorbild an Energieeffizienz in dieser Geräteklasse.

Im Abschluss kann das Endergebnis qualitativ aber noch nicht ganz überzeugen, da ist noch Raum für Verbesserungen (oder eine engagierte Putzkraft):

5 Kommentare zu „Traumjob Aktenvernichter“

    1. Vielen Dank für Ihre Anfrage.
      Dieser Aktenvernichter finanziert sich wie ein Tintenstrahldrucker: In der Anschaffung recht günstig, die die Betriebskosten sind unerwartet hoch. Besonders, wenn man auch die Kollateralschäden berücksichtigt. Außerdem dürfte das der einzige steuerpflichtige Aktenvernichter sein, der seine Steuern nicht selbst zahlt.
      Immerhin sehen wir die Chance, einen Teil der Ausgaben durch ein innovatives Marketingskonzept zu refinanzieren. Zusätzlich betrachten wir diesen Aktenvernichter als unseren persönlichen Beitrag zur Weltrettung und streben eine Öko-Fair-Zertifizierung an: Kein Stromverbrauch und emissionsfrei (meistens…); unter fairen Bedingungen und mit Liebe hergestellt.

      Streifenschnitt ist eine gute Idee, die wir allerdings noch nicht ausprobiert haben. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass das klappt. Sofern es sich um einen Produktkatalog für Schinkenstreifen oder Ochsenziemer handelt. Bei Interesse können wir gerne ins Geschäft kommen — Luis kann auch lochen (bis zu 10 Blatt mit einem Biss) und gummierte Briefumschläge befeuchten (bevorzugt mit Salamigeschmack).

      Viele Grüße
      Sekretariat Luis

  1. Hallo,

    vielen Dank für die Info! Interessant wäre auch noch, ob es eine Reise-Edition gibt, die sich zum Beispiel praktisch in einer Handtasche unterbringen lässt. So könnte man zum Beispiel auch auf Reisen verschiedene Dinge schnell vernichten (zum Beispiel Inneneinrichtungen von Hotelzimmern etc…).
    Und bevor das ganze in Serie gehen kann, bleibt noch eien Frage zu klären: Ich habe gehört, dass vernichtetes Material zum Teil zu etwas … unschönen … Resten verarbeitet und erst nach einigen Tagen „entsorgt“ wird. Ist das eine Fehlkonstruktion?
    Ich freue mich auf eine Antwort.

    1. Hallo, Ihren konkreten Fragen entnehme ich, dass Sie die Chance dieses innovativen Produkts erkannt haben.

      Zur Mobilität kann ich Ihnen mitteilen, dass das vorliegende Modell die Reise-Edition ist und bereits auf mehreren Tausend Kilometer Reisestrecke mit verschiedenstens Verkehrsmitteln (PKW, Bus, Zug, Boot, Seilbahn usw.) getestet wurde. Das Beste: Der Aktenvernichter bewegt sich auf Wunsch selbsttätig und — besonders in unwegsamen Gelände — deutlich schneller als sein Benutzer. Daher besteht keine Notwendigkeit für einen Transport in der Handtasche (ist aber theoretisch möglich, sofern die Handtasche groß genug ist).

      Wegen der Resteentsorgung sind Sie sie einer Falschinformation aufgesessen. Der Großteil des Vernichtungsgutes wird lediglich mechanisch verarbeitet und bleibt — kleinstes — Papier. Hochsensible Datenschnipsel (bpsw. PIN-Nummern) werden zusätzlich organisch behandelt und zu einer natürlich abbaubaren, düngefähigen Bio-Masse umgewandelt. Als ergänzendes Sicherheitsfeature wird eine olfaktorische Markierung eingesetzt, um potentielle Datendiebe abzuschrecken.

      Sie sehen: Das Produkt vereinigt ein Höchstmaß an Datensicherheit mit maximaler Flexibiltät und Umweltfreundlichkeit.

      Ich holfe, Ihre Fragen damit beantwortet zu haben und wünsche
      einen schönen Wochenanfang,

      Sekretariat Luis.

  2. Hallo,

    nochmals vielen Dank für die ausführlichen Produktinfos. Ich werde dann mein aktuelles Modell MIAU 200Z C.A.T. zur Entsorgung bringen. Ich war ohnehin nicht zufrieden, da die Arbeit oft nur nach langem und guten Zureden erledigt wurde. Ich greife vermutlich zum Modell Pitibull 666X – das entsorgt dann meinen Vorgänger gleich mit!

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