Altmühltal mit Hund 3: Solnhofen & Pappenheim

Der gestrige Tag war eher so mittelprächtig, doch heute wurde alles mehr als wettgemacht: Schöne Wege, Reminder an die Via Gottardo, etwas Kultur, „berufliche Fortbildung“ und hundekompatible Logistik… Ein perfekter Tag (solange man Solnhofen nicht verlässt).

Schon die Morgengassirunde fing gut an: Nebel hing im Altmühltal. Schlechtes Wetter? Nein, mystische Stimmung und beeindruckende Spinnereien.

Streckenwanderung war heute nicht drin, deshalb ging die Reise nach Solnhofen. Bis wir dort waren, hatte sich der Nebel längst verzogen – und ich hatte Glück: Ein Schattenparkplatz direkt bei der Solnbasilika erlaubte mir einen entspannten, hundefreien Besuch derselben.

Nach der Etappe gestern sollte heute eher kurz und schön gewandert werden. Und wieder hatte ich Glück: Der Premiumwanderweg „Teufel trifft auf Apostel“ führt auf der einen Talseite über die Felsformation 12 Apostel und auf der anderen über die Teufelskanzel wieder zurück – und das auf herrlichen Wanderwegen, die diese Bezeichnung auch verdienen.

Zu gerne hätte ich die Halbzeitpause bei dem 13. Apostel genossen, doch der hatte leider Urlaub. Daher ging es ausgedörrt über die Altmühl auf die teuflische Seite. Die war allen Klischees zum Trotz nicht höllisch heiß, sondern himmlisch waldig, schattig und kühl. Das wirft ernsthafte theologische Fragen auf, die ich bei Gelegenheit mit kompetenten Fachleuten zu diskutieren haben werde 😉.

Auf dem weiteren Weg kam Via-Gottardo-Feeling auf: Herrlicher Wanderweg über stark befahrener Bahnstrecke, nur die Züge fuhren auf der falschen Seite.

Und dann ist da noch das >> Bürgermeister-Müller-Museum. Die meisten besuchen es vor allem wegen des Archaeopteryx (prähistorische Vorläufer der Gleitschirmflieger, also nichts für Luis). Ich hingegen interessierte mich für Herrn Senefelder, der mir mit seinem Solnhofer Plattenkalk in der Berufsschule mehrmals über den Weg gelaufen ist und die erste Hälfte meines Lebens ganz passabel finanziert hat.

Doch Museum mit Hund ist nicht – und davor anbinden auch nicht. Nun, ein kleiner Scherz ergab eine unkonventionelle Lösung (Details seien aus Datenschutzgründen verschwiegen). Schon wieder Glück gehabt: Luis war bestens betreut und ich konnte Senefelder UND Archaeopteryx bestaunen. Dafür ein fettes D A N K E!

Perfekte Hundebetreung (Symbolbild!!!)

Und was jetzt tun mit dem angebrochenen Tag? Nach dem Eh-da-Prinzip fuhr ich ins benachbarte Pappenheim, um endlich auch meine Pappenheimer zu kennen. Sehr klein, sehr viele Touristen und eine imposante Burg mit sehr merkwürdigem Coronakonzept: Sehr weitläufiges Gelände, doch alle Besucher müssen beim Rein- UND Rausgehen durch einen Handtuch schmalen Shop. Zum Glück hatte ich keinen „Gegenverkehr“ – aber das war purer Zufall. Nunja. Spart Euch die fünf Euro – die Burgschenke hat eh zu.

Der Heimweg ging über Eichstätt. Der normale Besucher sucht (und findet) dort barocken Glanz, ich hingegen suchte (und fand) einen Supermarkt mit Schattenparkplatz. Edeka sei dank war mein Abendessen gerettet und ich konnte gleich noch einen Brotzeit Bausatz für morgen erwerben. Schon wieder Glück gehabt!

Und Luis? Der fand sein Glück am Ende des Tages in einem vollen Fressnapf.

6 Kommentare zu „Altmühltal mit Hund 3: Solnhofen & Pappenheim“

  1. Was man beim Nebel so alles fotographieren kann und es kommt dann toll raus, die Spinnweben.
    Mir scheint bei den Aposteln ist der Wurm drin: Urlaub, wenn andere Leute DURST haben, dass geht gar nicht.
    Ich hoffe dass meine Restaurants, die ich morgen passieren werde, offen sind.
    Euch weiterhin eine gute Tour.

      1. Ich will von Sattel auf den Wildspitz hinunter nach Goldau und dann auf die Rigi hoch. 22km 2’200m rauf und 1180m hinab. Aber alleine ohne Hund und mit leichten Trailschuhen.

      2. Oha, da hast du ja was vor… Rigi war ich letzten Herbst. Abends starker Regen und null Sicht, am nächsten Tag sensationeller Sonnenaufgang mit „sauber gewaschener“ Luft und genialem Panoramablick. Eines der schönsten Bergerlebnisse – und peinlicherweise ohne nennenswerte Wanderung (nur vom Hotel die paar Meter hoch zum Gipfel).

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