Via Jacobi 2019 II mit Hund: Die Etappen

Vorgestern waren Unterkünfte und Packliste geklärt; heute sind auch die letzten Vorbereitungen erledigt: Die Packliste ist abgearbeitet und die finale Etappenplanung steht. Ist von meinen ersten Ideen (» Via Jacobi im Juli is(s)t Käse) noch etwas übrig geblieben? Radio Eriwan würde antworten: Im Prinzip ja, aber…

Alles bleibt anders

Umplanen musste ich Etappe 1: Wegen der nach Süden verschobenen Übernachtung (Avant-de-Pont statt Rossens, siehe » Via Jakobi mit Hund 2019 II: Unterkünfte & Packliste) wäre sie zu lang geworden. Deshalb habe ich den ersten Teilabschnitt auf den Anreisetag verschoben. Kein Problem, denn ich werde (falls die Deutsche Bahn mitspielt) zur Mittagszeit in Fribourg ankommen.

Umplanen durfte ich die beiden letzten Etappen, denn die taktisch kluge Unterkunft in Allières ergibt neue Möglichkeiten: Ich bin dort kurz vor dem Col de Jaman und werde in Allières zwei Nächte verbringen. Deshalb brauchen wir (genauer: ich) kein Gepäck über den Col de Jaman (» Webcam) zu schleppen und werden (hoffentlich) leichtfüßig / -pfotig Montreux und Vevey erreichen. Mit der MOB (» Montreux-Oberland-Bahn) fahren wir zurück nach Allières und am nächsten Morgen wieder nach Vevey und machen uns auf den Gassigang Richtung Lausanne.

Übersicht

ViaJacobi2019II-Etappen

Tag 0: Fribourg — Pont Ste-Apolline (5 km / 100 Höhenmeter)

Ich werde den nachmittäglichen Gassigang für die ersten Kilometer bis zur » Pont Ste-Apolline nutzen, um die Glâne dort zu überqueren, wo sie schon seit Urzeiten überquert wird. Zudem passt sie namentlich auch gut zum bevorstehenden Mondlandungsjubiläum (wegen Apollo und so…).

Diese ersten fünf Kilometer sind zugleich die letzte Chance, auf der Via Jacobi zu gehen — oder ich nehme die spekaktulärere Variante zu Füßen des Saane-„Canyons“.

Tag 1: Pont Ste-Apolline — Avry-devant-Pont (23 km / 500 Höhenmeter)

Gleich zu Beginn der Wanderwoche die längste Etappe mit dem schwersten Gepäck (Hundefutter für 5 Tage)…

Per ÖV lassen wir uns in die Nähe der Pont Ste-Apolline bringen und gehen zunächst zur Abbeye de Hautrive am Ufer der Saane. Deren Windungen folgen wir bis La Tuffière und schlagen uns dann direkt über Corpataux und Rossens an die Staumauer des Lac de la Gruyère durch. An dessen Westufer geht es weiter bis zu unserem Motel bei Avry-devant-Pont.

Tag 2: Avry-devant-Pont — Gruyères (17 km / 350 Höhenmeter)

Heute wird es gemütlich: Bescheidene 17 Kilometer, wir haben als viel Zeit und Muße, den Lac de la Gruyère (» Webcam) zu genießen und vielleicht einen Abstecher nach Corbières zu machen und — vor allem — den käsigen Zielort Gruyères zu erkunden.

Leider kein Zwischenziel ist das Maison Cailler in Broc. Wir gehen zwar fast dran vorbei, aber Hund und Schokolade sind keine gute Kombination (weder für den Hund noch für die Schokolade…).

Tag 3: Gruyères — Allières (20 km / 400 oder 800 Höhenmeter)

Hier wird die Tagesform (und das Wetter entscheiden): Die ambitionierte Variante geht über Moleson-sur-Gruyères (noch mehr Käse) und Plan Francey auf über 1500 Meter hinauf, anschließend durch die Gorges de l’Evi fast wieder auf dieselbe Höhe, auf der wir in Gruyères gestartet waren. Am Ende des Tages warten dann nochmal 200 bis 300 Höhenmeter auf uns, bis wir in Allières die langue de bœuf genießen dürfen.

Wir können es auch einfacher haben: Von Gruyères aus gemütlich dem Tal der Sarine bis zum Lac de Lessoc. Richtige Höhenmeter gibt es dann erst ab Montbovon, wo wir die MOB (Montreux-Oberland-Bahn) nach Allière begleiten. Charme hätte diese Strecke natürlich nicht wegen der reduzierten Höhenmeter, sondern wegen der zahlreichen, historisch bedeutsamen Brücken (» Brücken an der Käsestrasse).

Tag 4: Allières — Col de Jamal — Montreux — Vevey (21 km / 500 Höhenmeter)

An Tag vier steigen wir von Allières hinauf auf den Col de Jamal und werden (hoffentlich) mit einem Blick auf den Genfersee belohnt. Dessen Ufer werden wir in Montreux erreichen und am Ufer entlang nach Vevey lustwandeln.

21 Kilometer und 500 Höhenmeter sind mittelmäßig anstrengend, zumal wir nur mit leichtem Tagesgepäck unterwegs sein werden (siehe oben). Herausfordernd wird eher der Abstieg vom Col an den See: 1200 Höhenmeter auf 4 Kilometer — da werden sich Oberschenkel und Knie freuen. Erholen kann ich mich dann auf der Rückfahrt mit der MOB nach Allières.

Tag 5: Vevey — Lausanne (20 km / 200 Höhenmeter)

Der Tag beginnt, wie der letzte geendet hat: Mit einer Fahrt der MOB. Die bringt uns wieder nach Vevey, wo wir uns auf den topfebenen Weg nach Lausanne machen. Genauer: Auf den Alpenpanorama-Weg. Noch genauer: Auf dessen » Etappe 25.

If time permits könnte ich zum Abschluss sogar noch ein paar Schritte auf der Via Jacobi schreiten. Die führt nämlich direkt von Fribourg hier her — und nur knapp 200 Meter am Bahnhof vorbei.

Apropos Bahnhof: Für die Heimfahrt hat Luis ein Zugticket mit Abfahrt um 14:20 Uhr. Ob er (und ich) den Bahnhof zu Fuß (bzw. Pfote) erreichen? Auf der letzten Etappe nur kein Stress machen! Ggf. werden wir den Rest per ÖV absolvieren. Oder Luis fährt allein mit dem 14-Uhr-20-Zug und ich nehme eine spätere Verbindung ;-).

 

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