WI-Navi-Battle


Viele Köche verderben den Brei — viele Navis verwirren den Fahrer: »Umständehalber« sollten mich heute drei (!) GPS-Lotsen in die hessische Landeshauptstadt leiten. Mit überraschendem Verlauf. Doch immerhin bin ich am Ende doch noch dort angekommen, wo ich ankommen wollte.

  • GPS-Empfänger Nr. 1 ist der im Firmen-WeißderHenkerwelchesModell festinstallierte Bordlotse. Spektakuläre Grafik, sehr mitteilungsbedürftige Stimme und bescheidene Routenplanungsoptionen.
  • GPS-Empfänger Nr. 2 ist  des Autoren privates und autorenoptimiertes TomTom. Das durfte vor allem deshalb mitreisen, weil die Autorenoptimierung unter anderem die Anzeige sämtlicher Routen-relevanter Drive-By-Geocaches anzeigt.
  • GPS-Empfänger Nr. 3 spielte »außer Konkurrenz« mit und diente weniger der Weg- als der Dosenfindung: Wenn Nr. 2 den Landeanflug auf eine Geocaching-Dose auslöste, dann führte Nr. 3 zum Abschluss.

Interessanterweise waren sich Nr. 1 + 2 selten einig, was die Wegführung, Verkehrsbehinderungen, Umfahrungsvorschläge und selbst die bloße Existenz von Straßen betraf. Nicht wenige Kilometer stritten beide über Abbiegen oder Nicht-Abbiegen, fielen sich gegenseitig ins Wort und straften den Kontrahenten mit Ignoranz.

Nr. 2 gefiel dabei durch kurze, knappe Statements und Ansagen — wohingegen Nr. 1 mit langatmigen Gut-dass-wir-darüber-gesprochen-haben-Erklärungen nervte. Umso mehr, weil gleichzeitig die Radiolautstärke empfindlich reduziert wurde.

Bei der Lotsentätigkeit überzeugte Nr. 2 nicht nur durch das wie, sondern auch durch das wohin: Deutlich genauer, schneller und sinnvoller. Während Nr. 1 mich mehrmals des »Offroad«-Fahrens beschimpfte, behielt Nr. 2 stets den Durchblick. Auch die Zeitschätzung von Nr. 1 war unglaubwürdig optimistisch (erklärt damit aber die »Pünktlichkeit« mancher Kollegen…).

Der eindeutige Sieger beim WI-Navi-Battle ist damit: Nr. 2 aka TomTom. Das hat mich — mit Verlaub — doch angenehm überrascht, weil ich vom Gegner aufgrund des Preises und der Datenfülle deutlich mehr erwartet hätte.

Sei’s drum: Für den Fahrer war diese kontroverse Fahrgemeinschaft sehr unterhaltsam (und ergab als Beifang immerhin drei Geocaches). Und meine virtuellen Streithansel konnten durch Knopfdruck ganz einfach ruhig gestellt werden. Schade, dass das bei lebenden Streithähnen nicht ebenso einfach geht.

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