Via Jacobi mit Hund: Die Strecke


Kürzlich haben wir unser Gassiprojekt „Via Jacobi mit Hund“ angekündigt und als erste Herausforderung die Strecke genannt. Aber was genau erwartet uns da?

Die Via Jacobi

Die Via Jacobi ist der schweizerische Teil des europäischen Jakobswegs und führt vom Bodensee über die Zentralschweiz nach Genf. Sie ist als offizielle „Nationle Route 4“ gekennzeichnet, gut vermarktet und umfangreich mit Infos versorgt.

Für uns ist der Abschnitt von Konstanz am Bodensee bis Brunnen am Vierwaldstättersee relevant — gleichzeitig Teil des Europäischen Fernwanderwegs E1.

Etappe 1: Konstanz — Märstetten

Die kurze, flache Etappe nach Märstetten (15 km / 3oo Höhenmeter) ist perfekt zum Einlaufen und ideal, weil wir wegen der Anreise nach Konstanz nicht frühmorgens starten können.

Eine gute Idee wäre eine Verlängerung bis hinter Amlikon (Plan B) oder Tobel (Plan C), um die anspruchsvolle Etappe 2 etwas zu verkürzen. Ob das klappt, hängt von Lust, Laune, Wind und Wetter ab. Noch entscheidender ist aber, wo wir eine hundekompatible Übernachtung finden.

Falls die Übernachtung zum Problem wird, könnten wir als „Plan D“ dem alten Wegverlauf des E1 folgen. Der führt direkt durch Weinfelden (mit mehreren Hotels) und trifft später, bei Tobel, wieder auf die Via Jacobi.

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Fehlt im offiziellen Wanderführer: Der von Luis favorisierte „Plan F“ (wie „Futter“)

Märstetten/Amlikon/Tobel/Weinfelden — Fischingen

Wo wir übernachten und den zweiten Tag starten, ist noch ziemlich vage (siehe oben). Relativ sicher ist das Ziel Fischingen —  aufgrund der Topografie und den Übernachtungsmöglichkeiten gibt es keine Alternativen.

Die Entfernung von Märsteten bis Fischingen ist mit 27 km angegeben. Falls es am Vortag mit Plan B oder C klappt, werden es ein paar Kilometer weniger. Das wäre kein Fehler, denn nach Fischingen kommt der anstrengendste Tag der ganzen Woche.

Fischingen — Rapperswil

Anstrengend wird die Passage nach Rapperswil durch ihre Länge (32 km!) und ihre Aufstiege (1020 Höhenmeter!!), die uns über das Hörnli führen.

Alternativen? Bei der Streckenführung nicht, bei der Länge schon: Dank dem vorbildlichen schweizerischen Bahnverkehr könnten wir uns irgendwo bei Fischenthal — schon weit vor Rapperswil — per Zug in die Stadt „mogeln“. Und natürlich am nächsten Morgen wieder zurück fahren, um die ermogelte Strecke nachzuholen….

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Na, na, na! Herrchen beim Mogeln erwischt?

Rapperswil — Einsiedeln

Mit 16 km und 600 Höhenmeter eine überschaubare, aber interessante Tagesstrecke: Auf einem Holzsteg über den Zürichsee, hoch auf den Etzelpass, später über die Teufelsbrücke zum (lt. Wikipedia) „bedeutendsten Barockbau der Schweiz“, dem Kloster Einsiedeln.

Bei akutem Auftreten überschüssiger Energie bietet sich ein Umweg über das Stöcklichrüz an. Zitat aus Hiking Europe: „Wer ein paar zusätzliche Kilometer nicht scheut, sollte unbedingt diesem etwas längeren, ursprünglichen E1-Verlauf folgen. Belohnt wird man mit einem tollen Ausblick (z.B. vom Stöcklichrüz) auf zurückliegende Landschaften in Richtung Zürichsee und Hörnli und auf das vorausliegende alpinere Terrain.“

Einsiedeln — Schwyz/Brunnen

Die erste Hälfte des Tages verläuft recht gemütlich im Alptal bis zum (fast) gleichnamigen Dorf Alpthal. Dann geht es aber knackig mehr als 400 Höhenmeter auf die Haggenegg und zum dortigen Berggasthaus, vorbei am beeindruckenden Bergmassiv aus Grossem und Kleinem Mythen.

Nach dem Mythen-reichen Aufstieg steigen wir 1000 Höhenmeter hinab nach Schwyz, das wir nach insgesamt 20 Kilometer erreicht haben werden. Ob wir dort übernachten oder gleich in Brunnen am Ufer des Vierwaltstättersees, werden wir dann sehen.

Schwyz/Brunnen — Altdorf

Wie es dann weitergeht? Wenig Ahnung, aber viele Ideen. Ziemlich sicher ist, dass wir am Vierwaldstättersee nach Süden orientieren wollen und die Via Jacobi verlassen werden. Dabei böte sich Altdorf am Südufer als Etappenziel an und wäre auf mehreren Wegen erreichbar:

  1. Am Ostufer des Sees auf dem Fernwanderweg E1: Der erste Teil mit starkem An- und Abstieg, Teil zwei fast direkt am Seeufer mit Tellskapelle über Flüelen nach Altdorf.
  2. Am Westufer des Sees: Per Schiff zur Rütliwiese oder nach Treib. Auf der Rütliwiese lockt die „Wiege der Schweiz“ und ein einstündiger Aufstieg nach Selisberg. Ab Treib kommt man dort bequemer hin, man nehme die Treib-Selisberg-Standseilbahn.  Anschließend ginge es auf „Schweizerischsten aller Wanderwege“ aka „Weg der Schweiz“ nach Altdorf.
  3. Mitten auf dem See: Mit dem Schiff direkt nach Flüelen, von dort noch genau 3 Kilometer zu Fuß/zu Pfote nach Altdorf.

Die letzte Variante klingt ziemlich faul, ist aber historisch wertvoll: Die Schifffahrt ist Teil der uralten Handelsroute über den Gotthard und deshalb auch hochoffizielle Etappe 7 der Via Gottardo. Diese Wahl wäre also nicht Faulheit, sondern verkehrs- und kulturgeschichtliche Fortbildung ;-).

Viele Ideen, aber noch keine Ahnung. Wir werden uns von Wetter, Lust, Laune, Futter- und Frankenreserven inspirieren lassen.

Mit anderen Worten:

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Den Rest des Weges planen wir dann frei Schnauze.

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