Neckarweg XXII: Heidelberg — Ladenburg


Rückblick auf Schloss und Alte Brücke
Rückblick auf Schloss und Alte Brücke

Die vorletzte Etappe des Projekts Neckarwegs waren laut Plan gemütliche 14 Kilometer von Heidelberg nach Ladenburg. Gemütlich vor allem, weil die Strecke nach Heidelberg topfeben verlief und kurz vor dem Ziel ein Biergarten lockte.

Bilder, Highlights, Zahlen, Daten, Fakten am Ende dieses Artikels. Übersicht + alle GPS-Tracks für den Neckarweg hier. Alle Artikel der Kategorie “Neckarweg” hier.

Heidelberger Fußgängerzone
Heidelberger Fußgängerzone

Extratour Heidelberg

Wir ließen uns von der Straßenbahn an den Bismarckplatz chauffieren, um den Wandertag in der angeblich längsten Fußgängerzone Deutschlands zu starten. Eine bunte Mischung aus kleinen, feinen Geschäften und dem üblichen Filialketten-Einerlei lud zum Shopping ein — aber nicht heute und nicht uns. Deshalb verabschiedeten wir uns an der Heiliggeistkirche  von der Hauptstraße und bogen ab Richtung Neckar und Alte Brücke.

Temporäre Heidelberger Sehens- und Knips-Würdigkeit
Temporäre Heidelberger Sehens- und Knips-Würdigkeit

Hier rotteten sich erwartungsgemäß die ersten Touristengruppen zusammen und generierten Gigapixel mit Menschen (im Vordergrund) und Heidelberger Schloss (im Hintergrund). Kurzzeitig wurde Heidelberg um eine weitere Sehens- und Knipswürdigkeit bereichert: Mindestens ein asiatisches Fotoalbum wird künftig von einem schicken Vierbeiner geschmückt…

Genau das richtige für unsere Philuisoph
Genau das richtige für unseren Philuisoph

Warum „Extratour Heidelberg“? Weil der offizielle Neckarweg nicht über die Alte Brücke führt (sondern über die östlich gelegene Staustufe) und damit die weltweit berühmteste Neckarbrücke ignoriert. Das kam für mich nicht in Frage, deshalb ignorierte ich den Neckarweg. Nachdem auch ich das obligatorische Bild mit Hund (im Vordergrund) und Schloss (im Hintergrund) geschossen hatte, erwartete mich am anderen Ufer der letzte nennenswerte Aufstieg des Neckarwegs: In steilem Zickzack erklommen wir einen Höhenmeter nach dem anderen und erreichten bald den Philosophenweg.

Neckarweg mit Schlossblick
Neckarweg mit Schlossblick

Dort begrüßte uns auch ein blaues N, der offizielle Neckarweg hatte uns wieder. Der Philosophen- und Neckarweg führte auf halber Höhe oberhalb des Neckars entlang und präsentierte immer wieder neue Panoramen von Heidelberg. Als wir genug Panorama gesehen hatten, ging es an diversen Uni-Instituten vorbei abwärts in den Stadtteil Neuenheim und direkt an den Neckar.

Heidelberg — Ladenburg

Willkommene Abwechslung II: Pollerumpuschelung
Willkommene Abwechslung II: Pollerumpuschelung

Direkt am Neckar — so ging es weiter bis Ladenburg. Auf der Strecke bestand wenig Gefahr, durch großen Abwechslungsreichtum überfordert zu werden. Dichter Bewuchs, anhängliche Insekten, drückende Luft und kontemplative Eintönigkeit: Falls der Neckarweg verfilmt würde, hieße diese Episode zweifellos „Die grüne Hölle von Handschuhsheim“. Für ein wenig Abwechslung sorgte das ungewöhnliche Getier am Wegesrand (Heidelberger Zoo) und eine gestrickte Pollerumpuschelung, die auch Luis ganz interessant fand. Möglicherweise vermutete er sein Frauchen als Schöpferin dieses Werks…

Willkommene Abwechslung III: Biergarten
Willkommene Abwechslung III: Biergarten

So dehnte sich die eigentlich übersichtliche Strecke wie ein Kaugummi, bis unerwartet ein gut besuchter Biergarten zur Pause einlud. Diese Einladung nahm ich gerne an, um Sonne, Motivation und Kalorien für die letzten Kilometer zu tanken.

Mit frischer Energie ging es erfolgreich weiter, denn kurz nach dem Biergarten grüßten bereits die Türme meines Tagesziels Ladenburg.

Ladenburg winkt vom Horizont
Ladenburg winkt vom Horizont
Kommt mir irgendwie bekannt vor...
Kommt mir irgendwie bekannt vor…

Nach weiteren 3 Kilometern am Neckarufer empfing uns eine Skulptur, die sehr stark an die Landungsbrücke in Fellbach erinnerte, die wir im August und zehn Etappen früher kennen gelernt hatten. Hier verließen wir den Neckarweg und erreichten auf kurzem Weg unser am Bahnhof wartendes Auto. Die vorletzte Etappe war zu Ende, nur noch ein gutes Dutzend Kilometer bis zum Finale.

Bilder dieser Etappe

(Draufklicken startet Galerie)

Die 4 Highlights dieser Etappe

  1. Alte Brücke Heidelberg: Die berühmteste Brücke auf über 360 km Neckar konnte ich mir nicht entgehen lassen — auch wenn der „offizielle“ Neckarweg anderer Ansicht ist.
  2. Philosophenweg: Heutzutage sind hier eher Touristen als Philosophen unterwegs, aber dennoch bietet sich ein schöner Ausblick auf Stadt und Schloss sowie ein Rückblick auf die Stairway to hell, die uns auf der vorherigen Etappe vom Königsstuhl zum Schloss brachte.
  3. Pollerumpuschelung: Eine lustige Abwechslung auf der eintönigen Strecke am Neckarufer. Unklar ist, ob die Nähe zum Heidelberger Zoo eine Rolle für dieses Werk der Gorilla-Strick-Bewegung spielt ;-).
  4. Altstadt Ladenburg: Ein Abstecher in die Altstadt von Ladenburg lohnt sich auch für Nicht-Übernachter: Die älteste rechtsrheinische Stadt Deutschlands, mittelalterlicher Stadtkern, teilweise erhaltene Stadtmauern, Überreste der zweitgrößten römische Marktbasilika nördlich der Alpen (lt. Wikipedia). Wer stur dem offiziellen Neckarweg (an der Stadt vorbei) folgt, verpasst ein Highlight.

Zahlen, Daten, Fakten

  • Streckenlänge: 14,9 km
  • Höhendifferenzen: +326 / -336 m
  • Bahnhöfe: Heidelberg Bismarckplatz (Straßenbahn) / Ladenburg
  • Track hier als GPX-Datei oder hier als KMZ-Datei herunterladen
  • Gesamtbilanz: 22 Etappen, 446 km, 11202 Höhenmeter, 56 Neckarquerungen, entspricht 76 Sochatoatn

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