Kalifornien, Tag 2: Schönberger Seebrücke


Tag 2 in Kalifornien – und das Wetter kann nicht ganz mit dem US-amerikanischen Namensvetter mithalten. Gut für Luis: Ihm blieben anstrengende Ausflüge erspart – und Herrchen entdeckte doch eine kulinarische Parallele zu California.

Himmel grau, Wind auffrischend, Niesel regnend: Das ist ein guter Grund für einen entspannten Tag zu(ferien)Hause. Oder man hat einen Hund und freut sich, das Schietwetter-Outfit nicht umsonst durch ganz Deutschland gefahren zu haben.

Ostwärts zum Schönberger Strand

Und täglich grüßt das Ostseetier: Nach 5 Minuten stehen wir auf dem Ostsee damm und vor der Frage: Nach links oder rechts? Heute entschieden wir uns für rechts, Richtung Osten und Schönberger Strand und der dortigen Seebrücke.

Seebrücke ins Nichts

Nach einer flotten Dreiviertelstunde waren wir da (wobei zur Flottigkeit das komplette Fehlen markierungsbedürftiger Bäume beigetragen haben dürfte).

„Seebrücke“ ist für Landeier eine irritierende Bezeichnung: Eine Brücke geht für unsereins von A nach B, um Schluchten, Gewässer, Straßen etc. zu überbrücken.

Hier, im hohen Norden, geht eine Seebrücke ein Stück in die See und hört dann einfach auf. Das erinnert an sinnfreie Eh-da-Brücken gescheiterter Straßenbauprojekte oder Kunstwerke, wie ich sie zweimal am Neckarweg bestaunen konnte (>> Fellbacher Landungsbrücke und dto. >> kurz vor Ladenburg).

„Gehen Sie raus, können Sie reinschauen“, ruft uns die Seebrücke zu. Yep, machen wir.

Kulinarische Erkenntnisgewinne

Die Seebrücke war mein Wendepunkt, doch vor dem Rückweg nach Kalifornien wollte ich dort an einem der zahlreichen Imbisse ein Fischbrötchen angeln. Allein, alles war geschlossen.

Nur ein einsamer Bäcker hatte geöffnet, das versprach immerhin einen warmen Kaffee im „erfrischenden“ Ostseenieselwind.

Da lernte ich, dass Ostsee und California Kaffee-technisch gar nicht so weit auseinander liegen: Hier wie dort wird nicht frisch gemahlen/gebrüht (wie bei uns an jeder Tanke), sondern eine leidlich genießbare braune Brühe aus riesigen Thermoskannen gepumpt.

Egal, der Koffeinbedarf siegte über Geschmack und: Dort, wo Tee das Default-Heißgetränk ist, sollte man keine übertriebenen Kaffee-Ansprüche haben.

Zurück zu kalifornischen Ostseekrabben

Ungefischt, aber koffeiniert traten wir den Rückweg an. Der unterscheidet sich nicht wirklich vom Hinweg; nur der Wind blies uns jetzt von der anderen Seite an. Da bot sich für Luis ein kurzer Abstecher an den Hundestrand als Abwechslung an:

Für mich gab es am Ende – wieder in Kalifornien angekommen – eine fischbrötchenartige Abwechslung: Ein Ostseekrabbenbrötchen, von denen böse (See-?) Zungen behaupten, sie kämen aus der Nordsee.

Mir egal. Lecker war es allemal und Piemontkirschen kommen ja auch nicht aus dem Piemont.

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