Und das deutlich schneller und geschickter als ich mit meinem Tatsch&Tipp und als Luis mit seinem 8-Krallensystem… (Ich weiß, warum ich eine Blogpause angekündigt habe)
Das ist volkswirtschaftlich sinnvolle Arbeitsteilung: Jeder macht das, worin er seine Kernkompetenzen hat. Für mich heißt das:
Erster Tag auf dem Querweg: hinter dem Schwabentor in Freiburg erklimmen wir den Schlossberg:
Darauf folgt ein leichtes, überwiegend waldiges auf und ab auf netten Wegen. Weniger nett ist allerdings das Wasser, das vom Himmel fällt. Zum Teil regnet es ziemlich heftig, so dass wir uns kaum Gelegenheit für eine Pause bleibt. Unter dem Vordach der Wendelinkapelle schnell ein Sandwich eingeworfen und schon geht es wieder weiter:
So kommen wir relativ zügig nach Buchenbach, wo uns direkt am Querweg der Gasthof Adler erwartet.
Dort kann ich meine durchnässten Habseligkeiten trockenlegen, während Luis nach kurzem schnellen Mahl seinen Schlafplatz entert.
Trotz geschlossener Hochzeitsgesellschaft bekommen wir noch etwas zu essen und das sogar aufs Zimmer geliefert.
Jetzt lassen wir den Tag entspannt ausklingen und freuen uns auf den nächsten Tag, der uns oberhalb des Höllentals Richtung Titisee bringen wird.
Zahlen, Daten, Fakten
Tagesbilanz für Etappe 1 (16.04.): 19,8 km / 894 Höhenmeter,
entspricht 3,7 Stück Schwarzwälder Kirschtorte
In wenigen Stunden starten wir in Freiburg, um die erste Etappe der Extrem-Gassi-Tour 2016 unter die Füße bzw. Pfoten zu nehmen. Gleichzeitig ist dieses der letzte Blogartikel, den ich gemütlich auf dem Sofa in die Tastatur hacken kann.
Laptop oder Leckerli?
Die drei wichtigsten Regeln beim Rucksack-Packen sind: Gewicht sparen, Gewicht sparen und Gewicht sparen.
Was mitnehmen?
2200 Gramm Hundefutter oder
3100 Gramm Laptop
Luis fand Option 1 alternativlos, mich überzeugten die 900 Gramm Gewichtsdifferenz. Also: Kein Laptop.
Zwitschern statt Wortpressen
Kein Laptop heißt aber auch: Keine Tastatur. Jaja, ich weiß, dass ich ein Schlaufon dabei habe. Aber im Ernst: Wer will wirklich im Schwarzwald stehen und einen vernünftigen Text eintatschen oder einsprechen? Ich nicht. Dann macht der Blog eben eine Woche Pause.
„Das kannst Du doch nicht machen“, knurrte Luis und richtete sich hunderücks einen Twitter-Account ein. Damit kann er seinen Fans jederzeit Position, Wetterlage, besondere Vorkommnisse und Futterstand zwitschern:
Bei unserer Querweg-Vorbereitung vor zwei Wochen schossen wir das perfekte Foto für ein kleines Bilderrätsel. Schon bald wird Luis den Sieger ermitteln (dazu unten mehr), also letzte Chance zum Mitmachen!
Das Bilderrätsel
Warum sieht man auf diesem Bild DREI Hundsrücken?
Die Antwort
In dieses Formular eintragen, als Beitragskommentar, per Brieftaube, persönlich… as you like…
Für Datenschwaben: Angabe der E-Mail-Adresse ist freiweillig.
Dritte Idee: Ein von Luis liebevoll gefülltes Tragetäschchen des spanischen Designer-Labels Mierda De Perro. Reaktion: Dezentes Naserümpfen. Auch abgelehnt.
Deshalb und aus „gegebenem Anlass“: Als Preis wird es diesmal eine schwarzwaldtypische Spezialität geben. Schinken, Kirschwasser, Kirschtorte, Tannenzapfen, Tannenzäpfle? Mal sehen, was wir demnächst auf dem Schwarzwald-Querweg finden ;-). Und eine Schwarzwälder Kirschtorte wird nach einer Woche im Rucksack ja auch nicht gerade besser….
Vor-Ort-Verlosung
Der Gewinner wird auch dieses Mal direkt vor Ort und von Luis persönlich ermittelt (Video von der Verlosung am Ende der Ba[h]lingen-Tour). Deshalb: Sputet Euch! Denn schon bald — sehr bald — wird Glücksfee Luis vor Ort sein und ermitteln. Und wer zu spät kommt, den bestraft der Schinken. Oder das Kirschwasser. Oder…
Ja, es stimmt: Dank Luis sind wir bei jedem erdenklichen Wetter draußen und können über Empfehlungen wie „… oder Tausend Schritte tun“ nur mitleidig grinsen. Abwehrkräfte, Herz und Kreislauf werden gestärkt und eigentlich müsste die Hundesteuer von Krankenkassen rückerstattet werden.
Rückblick: Gaaaanz ganz am Anfang habe ich versucht, die durch Luis generierten Extra-Kilometer zu addieren. Obwohl nur die großen Runden zählten, brach ich die Zählerei am 9. Tag ab. Da standen bereits 77 Kilometer auf dem „Gassi-Tacho“ und die Kilometer wurden so unspektakulär, dass das Zählen zu albern wurde.
Sportlich: 10 km unter 2 Stunden
Weil man hund auch was bieten will, wurden die Runden größer: Neckarweg (vom Schwenninger Moor nach Mannheim in 461 Kilometern), Ba[h]lingen-Tour (von Balingen nach Bahlingen in 152 Kilometern). Eigentlich nur etwas ausgedehnte Gassigänge — aber in Summe kommt da doch einiges an Bewegung zusammen.
Querweg: Da kommen einige Kilometer zusammen
Nur noch wenige Tage trennen uns vom Start zum Schwarzwald-Querweg von Freiburg nach Konstanz. Da kommt (hoffentlich) wieder Einiges an Bewegung zusammen: Deshalb hielt ich es nach langer Winterpause für angemessen, mich (als einer, der Luis‘ Futter überwiegend am Schreibtisch verdient) mit gymnastischen Übungen vorzubereiten.
Wir fassen zusammen: Luis motiviert zu täglicher Bewegung und zu sportlicher Vorbereitung auf Ausdauerleistungen.
Und genau so sieht es aus, wenn der große Motivator das Herrchen bei dessen Leibesertüchtigung beobachtet:
Rege Anteilnahme an Herrchens Leibesertüchtigung motiviert zu sportlichen Höchstleistungen
Kann man noch eindrucksvollen demonstrieren, wie sinnvoll man das Herumgeturne der Zweibeiner findet? Nein.