Via Jacobi 2021: Die Etappen (mit Hund)

Was für 2020 geplant war, wird 2021 (hoffentlich) Realität: Von Vevey am See entlang bis Genf. Praktischerweise kann ich die Etappenplanung des Vorjahres recyceln und muss nur die Tagesetappen etwas kürzen.

Noch praktischer: Ich kann auch meinen alten Blog-Beitrag über die Etappen 2020 recyceln und die Zwischenziele und -überschriften unauffällig an die weniger ambitionierte Planung anpassen: Die 110 Kilometer waren auf 6 Tage verteilt; jetzt gönne ich mir (und hund) 7 ½ Tage.

Tag 1: Anreise / Vevey — Rivaz oder Cully (7 km / 150 Hm)

Theoretisch kommen wir kurz nach Mittag in Lausanne an. Praktisch eher unwahrscheinlich, weil die notorisch unpünktliche Gäubahn uns vermutlich den Anschluss in Zürich kosten wird.

Trotz allem bin ich zuversichtlich, dass wir am Spätnachmittag in Lausanne einchecken und dann nach Vevey fahren können, um dort den Faden unseres »alternativen Jakobswegs« vom Sommer 2019 wieder aufzunehmen.

Der Plan ist, der Etappe 25 des Alpenpanorama-Wegs zu folgen und damit ein paar Kilometer des nächsten Tages »vorzuarbeiten«.

Tag 2: Rivaz oder Cully — Lausanne (13 km / 300 oder 790 Hm)

Was ich am Vortag übrig gelassen habe, ist heute zu erledigen. Der Alpenpanorama-Weg ist recht anspruchlos und — wenn man den Bilder glaubt — nur wenig attraktiv.

Als Alternative bietet sich der Weg »Terrasses de Lavaux« an — gleiche Strecke, aber 400 Höhenmeter mehr. Zitat: „Eine Genusswanderung durch die steilen Rebberge des Lavaux, die seit 2007 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören.“ Für die Terrassen spricht auch, dass der Alpenpanorama-Weg ab Cully sowieso gesperrt ist (»für Wanderer unbrauchbar«).

Tag 3: Lausanne — St. Prex (19 km / 110 oder 22 km / 210 Hm)

Ab Lausanne hat uns die Via Jacobi wieder, die fast toujours direkt am Seeufer entlang führt.

Zwischen Tolochenaz und St-Prex bietet sich wieder der Alpenpanorama-Weg als Alternative an: Nicht schnurstracks an der Bahnlinie, sondern an einem lauschigen Bächlein ins Hinterland — eine schattige Abwechslung, die durch 3 bis 4 Extra-Kilometer erkauft wird. Die 100 zusätzlichen Höhenmeter werden kaum ins Gewicht fallen, denn unser Hauptgepäck ist immer noch in Lausanne.

Tag 4 + 5: St. Prex — Nyon (27 km / 520 Hm bis 40 km / 850 Hm)

Ab St. Prex heißt es a) mit vollem Gepäck marschieren und b) noch keinen Plan haben…

Es gibt hier zwei Varianten und noch keine Übernachtungslocation:

  • Auf der Via Jacobi am See kurz, flach und sonnig dem See entlang
  • Auf dem Alpenpanorama-Weg mit mehr Kilometern und Höhenmetern durchs Hinterland

Auf den Fotos auf wanderland.ch scheint die höher-und-weiter-Variante attraktiver. Solange man zuhause gemütlich auf dem Sofa sitzt und entscheiden muss. Fragt mich nochmal, wenn ich unterwegs bin ;-).

Tag 6: Nyon — Tannay (15 km / 200 Hm) oder Chavennes-des-Bois (17 km / 150 Hm)

Ab Nyon geht die Via Jacobi fast komplett durch bebautes Gebiet, der Alpenpanoramaweg ist deutlich naturnaher und verläuft haarscharf an der Grenze zu Frankreich entlang.

Damit spräche eigentlich alles für den Alpenpanoramaweg. Blöd nur, dass die einzige bezahlbare und hundekompatible Unterkunft in Tannay zu sein scheint (an der Via Jacobi).

Eine Vorentscheidung für die Via Jacobi? Nicht unbedingt. Falls ich doch das Alpenpanorama wähle, könnte ich mich immer noch per ÖV in die Unterkunft (und wieder zurück) transferieren lassen.

Tag 7: Tannay oder Chavennes-des-Bois — Genève (16 km / 200 Hm oder 21 / 280 Hm)

Die letzte größere Etappe bringt uns in die letzte Stadt der Schweiz: auf der Via Jacobi komplett urban, auf dem Alpenpanorama wenigstens am Anfang durch »Natur«.

Damit haben wir es geschafft und haben beendet, was im März 2017 in Konstanz begonnen hat: Die Durchquerung der Schweiz auf dem Jakobsweg — mit einem »kleinen« Abstecher über das Gotthardpass an den Lago Maggiore… (» Via Gottardo mit Hund: Alle Etappen)

Tag 8: Genève — Grenze CH/F (10 km / 135 Hm)

Nein, in Genf ist es noch nicht ganz geschafft: Vom Zentrum Genf bis zur französichen Grenze ist es noch ein etwas längerer Morgengassigang. Und dann? Ausgiebige Zeit für eine Stadbesichtigung — oder ich laufe zur Probe noch ein paar Kilometer in Frankreich. Und schaue dann, ob/wie ich wieder nach Genf zurück komme.

On va voir….

Hinterlasse eine Nachricht für Luis

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.