Luis‘ Jahresrückblick 2017, Teil 2


Nachdem Luis gestern auf die Monate Januar bis Juni zurückgeblickt hat, lassen wir heute die zweite Jahreshälfte Revue passieren. Die war voller Tatendrang (für uns) und Gassigang (für Luis). Doch der Reihe nach…:

 Juli: Heimische und ferne Gassitouren

Heiß heiß heiß: So war der Juli, was uns aber nicht davon abhielt, Etappen zwo, drei und vier unseres Hohenzollernalbdonauberglandweg zu absolvieren. Einfach früh aufstehen, dann klappt’s auch mit der Sommerhitze. Nach insgesamt 81,26 km und 3208 Höhenmetern hatten wir Gammertingen erreicht.

Für Luis und Herrchen war das gleichzeitig ein gutes Training für einen weiteren Extrem-Gassigang, der Ende des Monats begann: Die Via Gottardo als Fortsetzung „unserer“ Via Jacobi vom Frühjahr. Am letzten Tag des Julis brachen wir dort auf, wo wir im März aufgehört hatten: Von Brunnen über den Vierwaldstättersee und den Weg der Schweiz nach Erstfeld.

Besonders beeindruckend für Luis: Die akustisch und künstlerisch wertvolle Darbietung seines Futterträgers in einem menschen- und autoleeren Straßentunnel…

August: Habemus Gottardo

Die Etappe nach Erstfeld war natürlich nur das Vorgeplänkel, richtig spannend wurde es in den folgenden Tagen: In zwei Tagen von Erstfeld über Wassen nach Göschenen, durch die Schöllenenschlucht und über die Teufelsbrücke nach Andermatt. Dann der Höhepunkt in jeder Hinsicht: Der Gotthardpass — ein Genuss, wenn das Tagesremmidemmi endlich der Ruhe und Gelassenheit weicht. Am Ende kamen wir unfreiwillig weiter als geplant und beendeten unsere Via Gottardo in Faido (TI). Ich kann es kaum glauben: Wir sind bis ins Tessin Gassi gegangen!

Luis hingegen kann kaum glauben, dass Herrchen so ein Bohei veranstaltet. Solange es genug Bäume und Futter gibt, ist ihm die Gassistrecke ziemlich egal.

September: Drei Länder, drei Alpenüberquerer

Kaum hatte sich Luis von der Via Gottardo erholt, stand schon der nächste Extrem-Gassigang auf dem Programm: Die Alpenüberquerung von Gmund (am Tegernsee) nach Sterzing (in Südtirol). Das waren — inklusive „Akklimatisierung“ auf dem Tegernsee Panoramaweg und angehängter Erholung — fast zwei Wochen voller Abwechslung und Gegensätze: Seen und Pässe, Sommerwetter und Schneestürme, Brotzeit und Pasta, Nebelsuppe und 360°-Alpenpanorama.

Zu Luis großer Freude gab es einen bequemem Gepäcktransport, sodass er seine müden Pfoten in sein gewohntes Körbchen betten konnte. Zu seiner noch größeren Freude war bei diesem Extrem-Gassigang auch Frauchen wieder mit von der Partie, was die Dauer langweiliger Fotostopps und scheinbarer „Abkürzungen“ erfreulich reduzierte. (Herrchen freute sich aus anderen Gründen, aber das ist hier nicht das Thema (ist ja Luis‘ Jahresrückblick)).

Oktober: Wenn jeder Tag ein Brückentag ist

Die Zweibeiner freuten sich über einen Brückentag zu Monatsbeginn. Und Luis? Wenn jeder Tag ein Brückentag ist, kann man hund über einen solchen Tag nur mitleidig grinsen.

Und über vierbeinige Steuersparmodelle staunen.

Und sich über organisatorische Änderungen in seiner näheren Umgebung wundern: Frauchen ist seltener zuhause, bringt aber größere Futtersäcke ins Haus (oder so ähnlich, Herrchen hat sich da etwas vage geäußert). Außerdem darf Luis einen wöchentlichen Zusatztag bei seiner „Spezialbetreuung“ verbringen und kann dadurch noch besser beobachten,  wie die Klappe zum Leckerchenfach aufgeht. Eine echte Win-Win-Win-Situation für alle Beteiligten (sofern sie Luis heißen und vier Beiner haben).

November: Querweg 2.0 oder #BeischönemWetterkannjeder

November: Nass, kalt, ungemütlich, Wandersaison vorbei….

Wirklich vorbei? Nicht für zwei wackere Wandergesellen! Die hatten im Hochsommer beschlossen (ohne Luis zu fragen), dass sie den 2016 abgebrochenen Schwarzwaldquerweg  fortzusetzen wollen und die drei fehlenden Etappen von Engen nach Konstanz im November (!) nachholen werden. Gesagt, getan.

Und was tat das Wetter? Es tat, was es im November gerne tut: Nass, kalt und ungemügtlich sein. Doch genau dafür gibt es

  • Regenponchos und -hosen (für Zweibeiner)
  • Wasserdichtes Fell (für Luis)
  • Hashtag #BeischönemWetterkannjeder (bei Twitter)

Das Wetter ähnelte auf verblüffende Weise jenem eineinhalb Jahre zuvor beim Start in Freiburg. Möglicherweise erinnerte sich Herrchen genau deshalb an einen fragwürdigen musikalischen Kalauer, der sich seit Freiburg in seinem Gedächtnis zu eingenistet hatte. Dieses akustische Kleinod wurde tatsächlich vorort zu Gehör gebracht, was bei Luis allerdings auf übersichtliches Interesse stieß:

Diese Drei-Tages-Tour war die letzte von sechs (!) Extrem-Gassigängen des Jahres 2017 — zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt, aber trotzdem (oder gerade deshalb) besonders erinnerungswürdig.

Dezember: Versöhnliches Ende

Weniger ungewöhnlich waren die Dezember-Aktivitäten: Vorweihnachtliche Erledigungen und das Wetter erzwingen mehr „drinnen“ als „draußen“.

Doch kurz vor Jahres(tor)schluss war Zeit und Wetter für einen kleinen Ausflug, um noch einen Punkt von meiner 2017er-Todo-Liste zu streichen: Einen Besuch auf der Festungsruine Hohentwiel. Und das Ende des dazugehörigen Blogeintrags passt auch ganz gut zum Ende dieses Jahresrückblicks:

Damit findet das Jahr 2017 einen versöhnlichen Abschluss — und die großartige Aussicht nehme ich als gutes Omen für den Ausblick auf 2018.

Hohentwiel-im-Winter-26

So sei es — auch für Euch.

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