Luis‘ Jahresrückblick 2017, Teil 1


Besser ein Hund sein als RTL? Ja, denn Luis muss erst am Ende des Jahres auf das Jahr zurückblicken und nicht — in der Ich-will-zuerst-Hatz — schon Anfang Dezember so tun, als sei das Jahr gelaufen und habe nur elf Monate.

Also lassen wir Luis auf das ganze* Jahr 2017 zurückblicken:

*okay, zugegebenermaßen fehlen auch bei mir die letzten 32 Stunden…

Januar: Wintersonne und Geburtstag

Das Jahr startete vorbildlich: Mit schönstem Wintersonnenwetter und einem ausgiebigen Neujahrsgassigang bei Rosenfeld. Und wie immer folgt eines von Luis‘ Highlights kurz nach dem Jahreswechsel — sein (mutmaßlicher) Geburtstag mit zielgruppengerechter Darstellung seines Lebensalters (» Luis‘ 8. Geburtstag [mit Zeitlupe] [und Lyoner]). Eher im verborgenen gährten Planungen für mehrere (!) Extrem-Gassi-Projekte, von denen Luis (zu seinem Glück) noch nichts ahnen konnte.

Februar: Pläne und Gedanken schmieden

Manche Planungen wurden konkreter, die Sonne sonniger, der Winter zeigte sich noch einmal in seiner weißen Herrlichkeit — „alternativer Frühling“, wie die Königin der alternativen Fakten sagen würde. Doch statt im Schnee herumzutollen, vertrödelte Herrchen seine Zeit mit medienkritischen Themen (» Symbolfotos sind dem Spiegel Wurst oder » Suchbild: Finde den Hund in der Zeitung) und philosophischen Betrachtungen, wozu es Zeit gibt).

März: Via Jacobi Konstanz — Vierwaldstättersee

Endlich ging es auf große Gassi-Tour — und zwar richtig groß: Die Via Jacobi war die logische Fortsetzung des letztjährigen Extrem-Gassigangs nach Konstanz. Mit dem Wetter hatten wir hoch gepokert und unverschämtes Glück: Die letzten Wolken sahen wir beim Start in Konstanz; dann perfektes Frühlingswetter auf unseren Etappen nach Fischingen, über das Hörnli und über (!) den Zürchersee und zum grandiosen Finale von Einsiedeln, vorbei an Großem und Kleinen Mythen an das Ufer des Vierwaldstättersees.

Zu hoch gepokert war nur der naive Plan, mit der Deutschen Bahn nach Kostanz anzureisen. Woher sollte die DB auch wissen, wann die Uhren auf Sommerzeit umgestellt werden?

Dennoch: Im Rückblick großartige 122,6 Kilometer, 4734 Höhenmeter, ein ziemlich erschöpfter Hund und ein ziemlich entspanntes Herrchen.

April: Was wirklich wichtig ist

Man sollte sich nicht über Kleinigkeiten wie das Versagen der Deutschen Bahn oder umsonst gekaufte Zugtickets ärgern, weil es Wichtigeres gibt. Das rief der April mehr als deutlich ins Bewusstsein (der zweibeinigen Hausbewohner). In Luis‘ Bewusstsein drang zumindest die Erkenntis, dass Merkwürdiges vor sich ging — und damit meine ich nicht nur Dinosaurier: Der gewohnte Tages-, Wochen- und Gassirhythmus geriet zeitweise etwas außer Takt.

Immerhin: Wie jedes Jahr sorgte Schnee im April für eine weitere, aber erwartbare (?) Überraschung und zeigte noch einmal, wieviel Glück wir mit dem Märzwetter auf der Via Jacobi hatten.

Mai: Tutto bene e Cannobio

„Aus Gründen“ beschränkten sich die Luis-relevanten Aktivitäten auf das notwendige Mindestmaß. Er ließ die ruhige Zeit nicht ungenutzt, sondern perfektionierte sein Dolce far niente (» Eleganz beim Dösen). Gegen Ende des Monats konnte er seinem Nichtstun sogar in italienischer Originalkulisse frönen — dem schlossen sich Herrchen und Frauchen gerne an (sofern man das Speisen in einem Grotto mit Wasserfallblick auch als Nichtstun bezeichnen kann).

Juni: Saitenwürstlewanderung und Start in den Hohenzollernalbdonauberglandweg

Im Juni waren Herrchen und Frauchen wieder voller Tatendrang, was Luis gleich zwei Extrem-Gassigänge innerhalb eines Monats bescherte:

Das Projekt Bali — Pliezi war ein lang gehegter Wunsch von Frauchen, die dann natürlich auf unserer Mehrtagesgassitour dabei war (Premiere!): Eine dreitätige Hitzeschlacht von Balingen über Rottenburg nach Pliezhausen, die nach 74,4 Kilometern und 1892 Höhenmetern erfolgreich geschlagen war.

Witzigerweise entsprach unsere Strecke größtenteils dem Jakobsweg — für Luis dennoch die denkbar umständlichste und langwierigste Art, beim Namensgeber das obligatorische Saitenwürstchen abzuholen.

Die mit Projekt 1 entfachte Begeisterung ließ uns direkt im Anschluss ein weiteres und langfristiges Vorhaben planen: Eine Kombination aus Hohenzollernweg und Doauberglandweg, sozusagen als Hohenzollernalbdonauberglandweg (kurz „Hozodobela“). Die erste Etappe von Glatt nach Haigerloch war noch im Juni fällig und machte Lust auf mehr…

Apropos mehr: Mehr zum Hohenzollernalbdonauberglandweg, weiteren Extremgassiprojekten* und was sonst noch geschah hier im zweiten Teil von Luis‘ Jahresrückblick.

* Spoiler: Es waren nochmal drei!

Hinterlasse eine Nachricht für Luis

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s