Archiv der Kategorie: Luis

Italo-kalifornische Wochen

„Rottweil ab 12:01.“ Damit endeten auf dem Rottweiler Bahnhof zwei intensive Wochen, vollgepackt mit neuen neuen Erfahrungen, Erlebnissen und Erkenntnissen. Grund war Besuch aus dem Westen der USA. Zusammen mit den Besuchern — nennen wir sie Jerry* und Frank* — genossen wir eine Woche Lago Maggiore, gefolgt von einer Woche Schwäbischer Alb und Schwarzwald.

Es gäbe so viel Spannendes zu berichten. Doch wo anfangen, wo aufhören, was auswählen, wann schreiben? Schaumermal. Ich werde versuchen, das Wichtigste nach und nach aufzuarbeiten — auch um so langsam wieder in das normale Leben zurück zu finden. Oder um mich während des normalen Lebens an zwei tolle Woche zurück zu erinnern ;-).

Mit dem Zug „Rottweil ab 12:01“ verließen Jerry und Frank unsere Gefilde am vergangenen Sonntag. Viele weitere erlebnisreiche Reisetage und -wochen liegen vor ihnen.

Für ein weiteres Mitglied der Reisegruppe — nennen wir ihn Lewis* — hieß es hingegen: „Sofa an 12:25“. Zwei intensive, vollgepackte Wochen bedeuten zwei Wochen viel zu wenig Schlaf, der jetzt dringend nachgeholt werden muss.

img-20160925-wa0004.jpg

Nach vorsichtiger Schätzung kann das bis Ende Oktober dauern…

*Name von der Redaktion geändert.

Benin, Benin, wir fahren nach Benin…

Nein, kein Tippfehler: Ich meine  tatsächlich Benin und nicht etwa Berlin. Dennoch ist der Titel des Beitrags in zweifacher Hinsicht irreführend:

  1. Es wird nicht gefahren, sondern geflogen. (Allein schon deshalb kann nicht Berlin gemeint sein, Flughafen / Eröffnung / Verzögerung — Ihr wisst schon…).
  2. Nicht wir fahren fliegen nach Berlin Benin, sondern TSfkaS….

Echtes Neuland statt Schattenparker-Exotik

Unsereins empfindet es als Gipfel der Exotik, vor Jahrzehnten interrailenderweise in Marokko herum gereist zu sein:

Oder einen ungewöhnlich proteinreichen Flammkuchenbelag zu wählen:

wpid-img_20141004_194234.jpg

Oder eine italienische Salami direkt beim Hersteller abzuschnorren:

wpid-2013-05-26-11.09.19.jpg

Echtes Neuland

Das alles ist Ponyhof gegen Menschen, die wirklich persönliches Neuland betreten (und nicht nur  Hashtag-#Neuland). Und eben mal für ein Jahr nach Berlin Benin fahren fliegen, um ein FSJ* zu machen.

Benin? Wo liegt Benin? Und was macht man da ein ganzes Jahr lang? Und warum? Lest selbst, denn S. ist in und bloggt aus Benin:

sunnyinbenin.wordpress.com

Unbedingt reinschauen! Und abonnieren! Und mitlesen! Es wird sich lohnen!

FSJ für Luis?

Übrigens: Die Abschiedsparty hat Luis inspiriert, ebenfalls ein FSJ zu machen — was daran liegen könnte, dass er die Abkürzung als „Freiwilliges Sofa-Jahr“ missverstanden hat. Den dazugehörigen Blog kennt Ihr ja offensichtlich schon, von einer Umbenennung in luisaufmsofa.wordpress.com werden wir vorerst Abstand nehmen 😉

img_20160425_201604.jpg
Luis‘ FSJ auf Kissen, deren Farben vage die Nationalflagge Benins andeuten

*Für die älteren Leser: Nicht zu verwechseln mit FJS, dessen Besuche in Afrika ganz sicher kein FSJ waren.

Interstuhl-Pfad

Interstuhlpfad-08-Sitz-Objekt
Interstuhl-Pfad: Sitz!-Objekte aus Holz, Kunststoff und Fell

Der zweitheißeste Tag des Jahres — da hieß es: Früh aus den Federn und eine heimatnahe Gassistrecke wählen, um keine unnötige Zeit für die Anfahrt zu verschwenden. Die Wahl fiel auf den Interstuhl-Pfad bei Tieringen, der bekannte Highlights der Region sehr elegant verbindet. Mit viel Wald und einigem Nass ist die Strecke auch im Hochsommer angenehm für schwarze Fellträger und deren Begleitpersonenschaft.

„Offiziell“ startet die Tour in Tieringen am Hauptsitz (!) eines sitzmöbelherstellenden Unternehmens, dessen Namen mir entfallen ist ;-). Wir begannen jedoch — der Hitze geschuldet — in Hausen am Tann. So konnten wir den Großteil der Höhenmeter in morgendlicher Frische absolvieren und hatten den anstrengendsten Teil gleich zu Beginn hinter uns.

Von Hausen am Tann geht es nämlich (schön, aber stetig) bergauf, am Gehöft Oberhausen vorbei an den Lochenpass. Wer will, kann dabei auch noch den Aufstieg zum Lochenstein „mitnehmen“, auf den wir heute jedoch hitzebedingt verzichteten. Wir wissen ja, wie es dort oben aussieht ;-).

Interstuhlpfad-01-Gehöft-Oberhausen
Gehöft Oberhausen

Weiter geht es an der Jugendherberge vorbei und immer weiter aufwärts, im Wald angenehm kühl und beschattet. Endlich auf der Hochfläche angekommen, genießt man die spektakuläre Aussicht „vo dr Alb ra“ Richtung Balingen, Bisingen, Burg Hohenzollern etc.

Interstuhlpfad-06-Luis-blickt-nach-Hause
Balingen guckt nach Hause

Auch wenn die Sonne besonders dem vierbeinigen Wanderer gehörig auf den (schwarzen) Pelz brannte, durfte auch der Abstecher auf das „Hörnle“ nicht fehlen. Zur Belohnung marschierten wir dann zügig zur Schlichemquelle, wo Luis (mehr oder weniger freiwillig) ein Bad im kühlen Nass nehmen und sein „Badewasser“ schlürfen durfte.

Als kleine Extratour ignorierten wir den offiziellen Interstuhl-Pfad, um uns den hitzigen Marsch durch das „Zentrum“ von Tieringen zu ersparen. Stattdessen wählten wir den rechts oberhalb gelegenen Waldweg, der uns weitgehend schattig zum Ferienhausen Bittenhalde brachte. Von dort aus erreichten wir schnell das Café Mundart, das wir — leider! — nur von außen bestaunt haben. Denn genau dort stießen wir wieder auf den offiziellen Interstuhl-Pfad.

Interstuhlpfad-10-Schlichemfurt
Schlichemquerung

Was bei regulärem Start der erste Abschnitt wäre, war für uns der Endspurt: Mit angenehm leichten Gefälle gingen wir unserem Start und Ziel Hausen am Tann entgegen und saßen nach gemütlichen 3 ½ Stunden wieder im Luismobil.

Zahlen, Daten, Fakten

Bilder

BL — KN, Tag 5: Wallhausen — Konstanz

Kurz und bündig: Heute stimmte die Wetterprognose ergiebiger Dauerregen.

Aber so kurz vor dem Ziel aufgeben? Nö. Als sich der Dauer- zum Nieselregen reduziert hatte, versuchten wir unser Glück. Und zum Glück verlief der Großteil des Weges im Wald, der scheinbar ein (undichtes) Regendach bot.

Über Litzelstetten erreichten wir das Uni-Gelände und der Regen hatte sich ausgeregnet. Bald sahen wir die Skyline von Konstanz, vorbei am Konzil zum Bahnhof.

Und jetzt schippern wir mit Fridolin nach Friedrichshafen und weiter mit Zug nach Aulendorf und Balingen, wo unsre Reise vor 6 Tagen begann.

Tagesbilanz: 14 Kilometer

Gesamtbilanz: 5 Tage, 121 Kilometer

BL — KN, Tag 4: Pfullendorf — Überlingen (– Wallhausen)

Kurz und bündig:  Beim Start strahlte die Sonne vom Himmel, daran sollte sich auch den ganzen Tag nichts ändern. 

Pfullendorf, Altholderberg, Großstadelhofen, dann eine Schleife zur Kapelle bei Klein-/Großschönach. Dann kurzer Einkauf im winzigen, gut sortierten Dorfladen und weiter nach Taisersdorf.

Dort verließen wir kurz den schattenlosen Jakobsweg und stiegen hinab zum kühlen Achtobel. Dann anstrengender Aufstieg nach Hohenbodman, dort erstmalig Blick auf den Bodensee.

Weitgehend schattig nach Owingen, dann Hitzeschlacht bis Überlingen. Nach schnellem Eiscafé auf der Fähre nach Wallhausen, wo wir das mutmaßlich einzig freie Zimmer am Bodensee ergattert hatten.

Lädt hoch…
Lädt hoch…
Lädt hoch…

Tagesbilanz: 27 Kilometer

Gesamtbilanz: 4 Tage, 107 Kilometer