AAAFrühling, Sonne, zwanzig Grad – Zeit für Frühjahrsputz, Ausmisten und Aufräumen.
Dem will sich sich Luis nicht entziehen und nutzt die Chance, Ordnung in seine Pfotensammlung zu bringen.
Nicht so:
Zwischen Einsiedeln und Schwyz hatte mich der Weg so weit: Ich musste länger überlegen, welcher Wochentag war — und ich bekam den leisen Hauch einer Ahnung, wie es sich anfühlen könnte, wochen- und monatelang nach Santiago de Compostela unterwegs zu sein. Woran lag es? An der Landschaft, an der zurückgelegten Strecke, am „Mini-Erfahrungstausch“ mit den beiden Via-Jacobi-Gängern, an der Erkenntnis „El Camino provides“?
Konnte es nach dem gestrigen Tag noch besser werden? Ja, es konnte.
Vor dem Frühstück nahm ich mir noch mal Zeit für einen Besuch in der Klosterkirche Einsiedeln; es war ergreifend: Unsichtbare Mönche füllten die riesige Kirchenhalle mit ihren tiefen Stimmen. Via Jacobi mit Hund 5: Einsiedeln — Brunnen weiterlesen
Zum ersten Mal eine Übernachtung ohne Ruhetag. Das hieß: Ein gutes Frühstück und dann ab mit der SBB nach Jona. Vom Bahnhof marschierten wir locker zum Schloss Rapperswil und genossen das erste Zürisee-Panorama. Dann ging es durch die beeindruckende Altstadt zum Hafen — für ein erstes Webcam-Foto. Via Jacobi mit Hund 4: Jona — Einsiedeln weiterlesen
Auf diesem Webcam-Foto ist ein Kloster Einsiedler Luis mit Herrchen versteckt:
Um 6 Uhr erinnerte uns das sonore Läuten der Klosterkirche, dass wir heute bald raus wollten. Der erste Weg führte uns in die Chäsegge, wo die Auswahl trotz des riesigen Käsesortiments leicht fiel: Mit Pilger- und Hörnlikäse konnten wir heute nichts falsch machen… Via Jacobi mit Hund 3: Fischingen — Jona weiterlesen
„Jakob“ ist der Name des freundlichen Saitenwurstspenders, durch den jeder Verwandtschaftsbesuch zum Highlight für Luis wird:
Groß war deshalb Luis‘ Begeisterung über „eine Woche auf dem Jakobsweg“, die Herrchen wichtigtuerisch angekündigt hatte. Die Verbindung Jakob = Saitenwürste ist fest in Luis‘ Synapsen eingebrannt, der Jakobsweg sah in seiner Vorstellung ungefähr so aus:

Doch jetzt ist Luis einem Skandal auf der Fährte: Drei Tage, vierzig Kilometer, 200.000 Schritte — und weder Jakob in Sicht noch Saitenwürste am Weg…

Der ganze Jakobsweg ist doch ein riesiger Schwindel! FAKE WURST! LÜGENGASSI!
Der Tag begann mit einem ‚kleinen‘ Abstecher nach Konstanz, um unser Auto aus seinem aus seiner misslichen Parksituation zu befreien, in die es durch das gestrige DB-Versagen geraten war. Mit der (pünktlichen!) SBB hin, per PKW wieder zurück nach Affeltrangen. Mit frischen Backwaren vom örtlichen Bäcker konnten wir uns dann um 9:30 Uhr auf dem Weg machen.
Via Jacobi mit Hund 2: Affeltrangen — Fischingen weiterlesen