Extrem-Gassi-Projekt 2020: Es / Luis geht wieder los!

The same procedure as last year? The same procedure as every year: Wenn der Weihnachtsbaum verräumt ist, stellt sich die Frage: Wohin soll unsere traditionelle Ende-März-Weitgassi-Wanderwoche gehen? Wie jedes Jahr ein Hin- und Herwägen der Argumente — und eine Entscheidung, die Kenner der Materie nicht wirklich überraschen wird.

Rückblick auf 2019: Im Frühjahr setzen wir unseren Jakobsweg am Vierwaldstättersee fort und überschritten nach acht Etappen den Röstigraben, um in der französischen Schweiz in Fribourg anzukommen. Im Juli folgte ich einer sehr freien Interpretation des Jakobswegs über Gruyères und den Col de Jaman an den Genfersee nach Montreux und Vevey.

Genfersee: Nord, Süd oder gar nicht?

Es war klar, dass ich meinen Weg am Genfersee fortsetzen werde. Aber wo und wie?
Wie immer in der Schweiz stand die Frage nach Unterkünften im Raum, die a) bezahlbar und b) „Haustier erlaubt“ sind. Besonders spärlich werden die Antworten mit der zusätzlichen Anforderung c) „am Nord-/Westufer des Genfersees“…
(Fun Fact: Das Bundesfinanzministerium unterscheidet für Schweizreisen zwei Reisekostenpauschalen: Eine hohe für die Schweiz und eine noch höhere für Genf… Meine Wanderung ist natürlich nicht steuerlich absetzbar — aber wenn schon das BMF dem Steuerzahler eine höhere Pauschalen zugesteht, dann muss was dran sein.)
Reisekostenpauschale CH
Es fehlt: Pauschbetrag für mitreisenden Hund
Das französische Seeufer wäre weniger teuer gewesen, musste ich aber wegen nicht vorhandener Wanderwege schnell wieder aussortieren.
Noch eine Idee: Weg vom teuren Genfersee und auf der » Via Francigena Richtung Martigny. Verlockend war dabei vor allem die Aussicht, von dort im Sommer den Col du Grand St-Bernard zu überqueren und durchs Aostatal zu ziehen.

The Clash singt, Luis fragt, Twitter antwortet

Frei nach The Clash: „Should I stay [on the Jakobsweg] or should I go [Richtung Martigny]?“. Nicht nur wegen des Budgets war ich Via-Jacobi-Skeptiker: Eine Woche am zugebauten Genferseeufer? Tagelang auf der Seepromenade? Von einer überfüllten Stadt zur nächsten? Hmmm…
Wenn man keine Antwort weiß, fragt man jemand, der sich damit auskennt. Also bat ich (bzw. Luis) in der Jakobsweg-Community um Entscheidungshilfe:

Die Antwort kam prompt:
Lausanne – Genève ist unglaublich schön. Kann ich sehr empfehlen…
Ich hatte auch von einer überbauten und bewohnten Gegend gelesen, war dann aber doch überrascht, wie grün alles war.
Der Weg dem See entlang ist natürlich traumhaft aber es sind schon etliche Abschnitte geteert.
Ich fragte sehr dezent wegen „Drumherum und Seesicht“ nach — und was dann kam, überzeugte mich sofort:

Vielen Dank, @ViaJacobi!

And the winner is: Vevey — Genf

Nach diesem kleinen „Schubser“ wusste ich endlich: Ja, auch dieses Jahr geht es weiter auf der Via Jacobi. Für mich eine überraschende Entscheidung — aber nicht für Menschen um mich herum („Was überlegst Du lange herum, Du gehst doch eh wieder auf dem Jakobsweg…“).

Genau genommen geht es aber erst Mal nicht auf dem, sondern auf den Jakobsweg: Dank unserer „alternativen Via Jacobi“ im Sommer (» Via Jacobi im Juli is(s)t Käse) purzelten wir damals statt in Lausanne in Montreux an den Genfersee — 1 ½ Tagesetappen östlich des offiziellen Camino. Von Montreux bis Vevey kamen wir damals noch — den Rest bis Lausanne haben wir uns als erste Etappe für dieses Jahr übrig gelassen ;-).

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Aus Erfahrung lernen: Diesmal nehmen wir die Strecke Vevey — Lausanne zu Fuß / Pfote.

In Lausanne wird uns der Jakobsweg wieder haben und uns in vier Tagen an die französische Grenze bringen. Die Planung der Etappen steht bereits — und hängt. Im Hausflur. Damit ich mich täglich mehrmals vorfreuen kann. 😉

Mehr über Strecke (mit Hund), Übernachtungen (mit Hund) und Packliste (mit Hund) demnächst in diesem Blog.

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Die Planung steht. Und hängt. Im Flur.

Ein Gedanke zu „Extrem-Gassi-Projekt 2020: Es / Luis geht wieder los!“

  1. Also mir hat die Strecke von Lausanne bis Genf gefallen. Klar hat es viel Asphalt, aber auch Anfangs schöne Strecken am See und später oberhalb der Städte auch nicht zuviel Verkehr und schöne Aussichstpunkte. Ja und in Genf am See ist es auch wunderschön, besonders bei Sonnenschein, welcher beim pilgern nicht allzu oft fehlen sollte. Buon camino Paul

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