Archiv der Kategorie: Gassi-Wandern

Hohenzollernweg 2: Haigerloch — Hechingen

»Mittags bis zu 30°: Das drohten die Prognosen für letzten Samstag an. Viel zu heiß für einen schwarzen Fellträger, aber kein Problem, wenn man sein Tagesziel schon zur Mittagszeit erreicht hat. Wie praktisch, dass ich sowieso schon immer mal eine „Frühwanderung“ machen wollte… Hohenzollernweg 2: Haigerloch — Hechingen weiterlesen

Hohenzollernweg 1: Glatt — Haigerloch

Die Extrem-Gassi-Ereignisse überschlagen sich und wir sind in der Realität deutlich weiter als im Blog. Deshalb will ich (versuchen) mich kurz (zu) fassen, um mit dem Geschehenes und Erlebtes Schritt zu halten.

Wie bereits angekündigt: Nach dem glorreichen Abschluss unseres Kurz-Extrem-Gassi-Projekts Bali-Pliezi steht jetzt eine Kombination aus Hohenzollernweg, Donauberglandweg und Donau-Zollernalb-Weg auf der Tagesordnung. Nur eine Woche nach „Bali-Pliezi“ starteten wir mit der ersten Etappe von Glatt (bei Sulz) nach Haigerloch [und bloggen das 2 Wochen später].

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Hohenzollernalbdonauberglandweg

Ich bin dann mal Hohenzollernweg…

Die mitwandernde Gattin war von unserem kleinen Extrem-Gassi-Projekt Bali-Pliezi so begeistert, dass wir uns hochmotiviert auf das nächste Extrem-Gassi-Projekt stürzen: Der Hohenzollernweg, 226 Kilometer in 11 Etappen, von Glatt (bei Sulz) über die Burg Hohenzollern nach Sigmaringen, ein Stück durchs Donautal und am Albtrauf entlang wieder zum Ausgangspunkt. ⇒ Website des Hohenzollernwegs

Das Ganze ist sehr heimatnah und das ist gut: So können wir die vermeintlich bekannte „Homezone“ mit 4 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit neu erleben. „Entdeckung der durch Langsamkeit“, sozusagen…

Außerdem & ganz profan: Der kaum existierende ÖPNV lässt keine andere Wahl, als mit zwei Autos anzureisen und diese an Start- und Endpunkt zu „verteilen“. Diesen Aufwand kann man für einzelne Tagesetappen nur verantworten, wenn die Doppel-Anreise möglichst kurz ist.

… und etwas Donauberglandweg

Eigentlich haben wir uns für den Hohenzollernweg entschieden, aber: Das Teilstück zwischen Beuron über Messstetten nach Schömberg war mir doch zu heimtnah.

Die perfekte Alternative ist der Donauberglandweg: Er bleibt deutlich länger im Donautal (sehr schön!), geht auf den Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen (will ich schon ewig!) und führt auf den Lemberg (höchster Berg der Alb!). Dass wir dazu entgegen der „offiziellen“ Richtung gehen müssen, können wir verschmerzen…

Vom Lemberg aus gehen wir auf der 14. Etappe des Donau-Zollernalb-Wegs nach Schömberg, wo wir wieder auf den Hohenzollernweg treffen werden.

Aus 3-mach-1-Übersicht

Wir kombinieren also Hohenzollernweg, Donauberglandweg und Donau-Zollernalb-Weg zum Hohenzollernalbdonauberglandweg (kurz: „Hozoaldo“):

Hohenzollernweg:

  • Etappe 1: Glatt — Haigerloch
  • Etappe 2: Haigerloch — Hechingen
  • Etappe 3: Hechingen — Killer (21,7 km / 792 Höhenmeter)
  • Etappe 4: Killer — Gammertingen (20,6 km / 453 Höhenmeter)
  • Etappe 5: Gammertingen — Sigmaringen (29,8 km / 319 Höhenmeter)
  • Etappe 6: Sigmaringen — Thiergarten (15 km / 699 Höhenmeter)
  • Etappe 7: Thiergarten — Beuron (18,6 km / 467 Höhenmeter)
  • Etappe 8: Beuron — Messstetten (17,6 km / 493 Höhenmeter)
  • Etappe 9: Messstetten — Schömberg (23,7 km / 665 Höhenmeter)

Donau-Zollernalb-Weg (entgegen der offiziellen Richtung):

  • Etappe 4: Beuron — Fridingen (14,5 km / 857 Höhenmeter)
  • Etappe 3: Fridingen — Mühlheim (12,5 km / 721 Höhenmeter)
  • Etappe 2: Mühlheim — Dreifaltigkeitsberg (18 km / 1126 Höhenmeter)
  • Etappe 1: Dreifaltigkeitsberg — Lemberg (15,5 km / 650 Höhenmeter)

Einmal* auf dem Donauberglandweg:

  • Etappe 14: Lemberg — Schömberg (11 km / 269 Höhenmeter)

Dann wieder auf dem Hohenzollernweg:

  • Etappe 10: Schömberg — Rosenfeld (13,7 km / 144 Höhenmeter)
  • Etappe 11: Rosenfeld — Glatt (26,6 km / 398 Höhenmeter)

*  Genau genommen werden wir hier bereits mehrere Etappen auf dem Donauberglandweg gegangen sein: Er verläuft von Gammertingen über Sigmaringen bis Beuron nämlich genau gleich wie der Hohenzollernweg. Nur in umgekehrter Richtung. Und in 5 Etappen statt in 3.

 

Bali — Pliezi: Es ist vollbracht!

Es ist vollbracht! Gestern Vorgestern Vor einer zwei  Wochen haben wir unser kleines Extrem-Gassi-Projekt 2017 in drei Tagen durchgezogen: Der Jakobsweg (im doppelten Sinn) von Balingen über Hechingen und Rottenburg nach Pliezhausen.

Warum berichte ich erst jetzt, über eine zwei Wochen später?

  1. Weil zeitnahes Bloggen unmöglich ist, wenn die Versorgung mit mobilem Internet einem mittelmäßigen Entwicklungsland entspricht. Da selbst „Live-Tweets“ mit mehreren Stunden Verspätung ins WWW tröpfelten, brauchte ich mich mit bebilderten Blogbeiträgen gar nicht erst unnötig zu beeilen.
  2. Weil ich mich — nach zahllosen Feier- und Urlaubstagen — erst wieder mit der ungewohnten Fünf-Tage-Arbeitswoche vertraut machen musste. 😉
  3. Weil das Wetter zu schön war, um auch noch während der Freizeit tippend am Rechner zu hocken.

Zum Glück ist es jetzt regnerisch „und für die Jahreszeit zu kalt“. So habe ich Zeit und Muße, das Versäumte nachzuholen und unseren Extrem-Gassi-Gängen hinterherzubloggen….

Das „Hinterherbloggen“ wurde auch dringend Zeit, denn: Das Folgeprojekt ist nicht nur geplant, sondern bereits gestartet! Aber dazu kann ich erst mehr verraten, wenn Bali — Pliezi „erledigt“ ist…

 

Demnächst: Bali-Pliezi

Mitte Januar angekündigt und keine fünf Monate später wird es endlich wahr: Unser diesjähriges Extrem-Gassi-Projekt von Balingen nach Pliezhausen.

Der erste angepeilte Termin ist dem Wetter und anderen „Widrigkeiten“ zum Opfer gefallen — nun hoffen wir das Beste für den zweiten Versuch. Sozusagen „Plan B“.

Plan 3B auf Umwegen

Genaugenommen „Plan 3B„, denn dieses Extrem-Gassi-Projekt wartet mit einem Novum auf: Es mehrtageswandert nicht nur Herr B. mit Bello (aka Luis), sondern auch Frau B. — für alle Beteiligten ein neues Outdoor-Erlebnis.

Damit es nicht zu kurz und einfach wird, orientieren wir uns grob am Jakobsweg und peilen das Ziel auf Umwegen an: Über Hechingen — Rottenburg — Tübingen — Bebenhausen. Ein Teil der Strecke entspricht übrigens zufällig der 7. Etappe des Neckarwegs, die ich lustigerweise vor fast genau vier Jahren mit Luis „begangen“ bin.

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It’s magic: 2013 war’s der Neckarweg, jetzt ist’s der Jakobsweg

Das Dire-Straits-Syndrom

Ich freue mich! Doch Luis ist eher weniger erfreut: Irritiert hat er den großen Wanderrucksack im Wohnzimmer und intensive Recherchen auf Outdooractive wahrgenommen. Eigentlich weiß er von nichts, doch er ahnt es wohl schon — das bedeutet mal wieder sehr viel Gassi und sehr wenig Sofa.

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Angst vor dem Dire-Straits-Syndrom: „Sofa away from me“

Jakobs Weg zur Saitenwurst

Was er überhaupt nicht ahnt: Am Ende der drei Tage wird er mit einem großen Saitenwürstchen überrascht. Dieses Mal wird der Jakobsweg seinem Namen gerecht — kein Schwindel wie auf der Via Jacobi in der Schweiz (die schockierenden Details: siehe „Skandal! Luis enthüllt Jakobsweg-Schwindel“).

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Was sich Luis unter einem Jakobsweg vorstellt

Via Jacobi mit Hund: Wenn’s am schönsten ist…

Zwischen Einsiedeln und Schwyz hatte mich der Weg so weit: Ich musste länger überlegen, welcher Wochentag war — und ich bekam den leisen Hauch einer Ahnung, wie es sich anfühlen könnte, wochen- und monatelang nach Santiago de Compostela unterwegs zu sein. Woran lag es? An der Landschaft, an der zurückgelegten Strecke, am „Mini-Erfahrungstausch“ mit den beiden Via-Jacobi-Gängern, an der Erkenntnis „El Camino provides“?

Via Jacobi mit Hund: Wenn’s am schönsten ist… weiterlesen