Die Katze ist aus dem Sack (und Luis aus dem Häuschen): Unser 2. Extrem-Gassiprojekt 2016 soll uns von Balingen an den Bodensee führen. So kämen wir doch noch zu Fuß nach Konstanz — dorthin hätte uns eigentlich schon der Schwarzwald-Querweg bringen sollen, aber das Wetter machte uns diverse Striche durch die Rechnung (→ Soll-Ist-Analyse des Schwarzwald-Querwegs).
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Fundstück: Irre, die Bälle!
Auf dem Gassigang vom Balinger Ortsteil Frommern nach Balingen: Ein klassischer Fall von „Overwarning“.
Abirrende Bälle hinter der Torauslinie? Achso! Gut, dass wir das jetzt wissen…
Aber: Wer nicht ahnt, dass ein Schuss aufs Tor auch mal daneben gehen kann – weiss derjenige, was und wo eine „Torauslinie“ ist?
Übrigens: „Abirrende Bälle“? Da war doch was: Vor ziemlich genau 6 Jahren habe ich mich in Nagold über diese Bezeichnung gewundert. Und gedacht, es handele sich um einen kleinen Sprachwitz der dortigen Kicker.
Seit heute weiß ich: Ich habe mich (ab)geirrt – es ist offensichtlich fachsprachliche Terminologie unter Fußballsicherheitsbeauftragten.
Glücklicherweise konnten wir – mangels Spiel – den Sportplatz des TSV gefahrlos passieren und den Blick auf den Albtrauf mit Plettenberg, Lochenstein & Co abirren lassen.
Endlich: Eis-Saison 2016 startet
Schellenbergbrücke im Frühlingsnebel
Die kleinen Sünden werden bekanntlich zeitnah bestraft: Ende Februar empfahl Luis Balingen als sonnigsten Ort Deutschlands, Anfang März freute sich Luis über den Frühlingsanfang (trotz Schnee). Und heute beim Gassigehen das:

Der Schellenbergbrücke, die über die neblige Eyach führt, dürfte das ziemlich egal sein, denn in ihren 105 Jahren hat sie schon viel erlebt: Generationen von Schülern, die sie früher (mehr oder weniger freudig) Richtung Sichelschule überquert haben. Und einen Umzug im zarten Alter von 91 Jahren. Und eine neue beruflichen Herausforderung in den Grünanlagen an der Eyach.
Was macht da schon ein bischen Nebel? Die Brücke weiß aus der Erfahrung von 105 Frühlingen: Irgendwann kommt er.
Luis hat zwar nicht ganz so viele Frühlinge auf dem Buckel — aber auch er wartet entspannt, bis es endlich wieder warm und grün und sonnig wird.
Was er (noch) nicht weiß: Die nächste Extrem-Gassi-Tour ist bereits in Planung. 😉
Luis Del Sol empfiehlt: Balingen als sonnigster Ort Deutschlands
„Balingen ist Spitzenreiter: Sonnigster Ort in Deutschland“ — das hat kürzlich auch die zuständige ARD-Anstalt erkannt. Wer’s nicht glaubt: Siehe hier.
Und wie im TV üblich, durfte ein erfahrener Fachmann seine kompetente Expertise zum Besten geben: „‚Vor allem für die Menschen ist das toll, weil sie dadurch heiterer und ausgeglichener werden‘, sagte Michael Gutwein vom Deutschen Wetterdienst dem SWR“, sagt der SWR.
Noch toller ist das für haarige Wetterexperten mit kanarischem Migrationshintergrund. Kein Wunder, dass sich unser Exemplar genau diesen Ort ausgesucht hat: Luis Del Sol empfiehlt: Balingen als sonnigster Ort Deutschlands weiterlesen
„Eisenbahnromantik in Balingen“: EFZ 52 7596
„Eisenbahnromantik in Balingen“ — unter dieser Klick-gierigen Überschrift berichtete ein Lokalblatt unlängst über die Adventsfahrten der Eisenbahnfreunde Zollernbahn Ende November.
„Zugpferd“ (im doppelten Sinn) war eine alte Dame, die auf den romantischen Namen 52 7596 hört: Mit über 70 Jahren auf dem Buckel immer noch stark genug, um auf der ehemaligen Bahnstrecke Balingen — Rottweil nach Schömberg und zurück zu pendeln.
Und wir? Wir pendelten nicht, sondern gingen unseren ganz normalen Samstagnachmittaggassigang. Bis ein lauter (sehr lauter) Pfiff durch die Stadt hallte und uns (mich) neugierig machte.
Gerade noch rechtzeitig erreichten wir den perfekten Aussichtspunkt: Von dort, wo einst die Schellenbergbrücke Generationen von Schülern über die Bahngleise zur Sichelschule führte, konnten wir Kohle, Wasser, Feuer und Dampf bei der Arbeit zusehen:






Kleine Anekdote 1: Während ich so vor mich hin wartete, passierten mehrere kleine Kinder ahnungslos die Brücke. Bis eines die am Bahnhof dampfende Lok bemerkte und rief: „Guck mal, der Zug brennt!“
Kleine Anekdote 2: Luis konnte dem Ganzen nichts Romantisches abgewinnen. Erst langweilig auf einer Brücke herumsitzen, dann mit lautem Fauchen komplett eingeräuchert werden? Das war definitv kein Gassigang nach Luis Geschmack. Unter der Kombination von „Eisenbahn“ und „Geräuchert“ stellt er sich eher so etwas vor:

Gelb oder grau?
Luis kann sich noch nicht für die richtige Farbe seines neuen Luismobils entscheiden:
Okay, dann bleiben wir halt beim orangefarbigen Elefantenrollschuh…
Bodegas de Perro: 2009er Luis Retinto
In diesem Bild sind drei Spanier versteckt:

Auflösung:
- Spanier 1 (vorne mitte):
2013er Florecilla (Rueda, Bodegas Alvarez y Díez) - Spanier 2 (vorne rechts):
2009er Tinto Reserva (La Mancha, Bodegas Naranjo) - Spanier 3 (hinten):
2009er Luis Retinto (Desconocido, Bodegas de Perro)
Übrigens: Zwei der drei Spanier kommen von Spanier Nr. 4 in unmittelbarer Nachbarschaft, der durch die Fenster auf dem Bild fast auch noch zu sehen gewesen wäre (überbelichtet).
Carpe diem: Nutze den (Gewitter-) Tag
Nachhaltigkeit heißt, im Einklang mit der Natur zu leben. Deshalb heute:
Jack Daniel’s on the rocks hail.*

* Üblicherweise ist es wenig sinnvoll, (guten) Whiskey** durch Eis schockzukühlen und mit scheinbar „coolem“ Eiswürfelgeklimper jede geschmackliche Feinheit zu erschlagen. Aber für einen albernen Scherz kann man schon mal eine Ausnahme machen…
** Es ist Geschmackssache, ob man eine scheinbar exklusive Abfüllung eines Volumenproduzenten als guten Whiskey empfindet. Meine wirklich guten Whiskeys waren mir für diesen albernen Schwerz aber doch zu schade…
Balingen: Donnerwetter!
Kurz und heftig: Hagelgewitter in Balingen am 27. April 2015. Zum Glück war die Schneeschaufel noch griffbereit…
Und was macht man mit dem ganzen Hagel? Zum Beispiel das hier.
By the way: Ähnliches Donnerwetter, ähnliche Perspektive vor knapp drei Jahren:



